News

20.05.2018

Wolf bei Horgen gesichtet (PD)

Wie KORA berichtet, hat am Montag, 14. Mai 2018, vormittags, eine Privatperson in einem Weiler auf dem Gemeindegebiet von Horgen von ihrem Haus aus ein hundeähnliches Tier gesichtet und fotografiert. Die Überprüfung des Bildes durch Fachleute hat zweifelsfrei ergeben, dass es sich um einen Wolf handelt. Für das Aussehen eines Wolfs typisch ist neben der Ähnlichkeit mit einem Schäferhund der relativ kurze Schwanz und die helle Gesichtsmaske.

Horgen liegt nur gerade 20 Min. mit der Bahn von Zürich entfernt. Es besteht kein Grund zur Sorge, denn Wölfe sind scheu und zurückhaltend. Respekt ist allerdings angesagt, wie die kantonale Jagdverwaltung schreibt.

20.05.2018

Rothirsche in der Verzasca © Verena Boeckli / wildenachbarn.ch

Eine spektakuläre Beobachtungsmeldung hat unsere Meldeplattform Wilde Nachbarn im April aus dem Tessin erreicht. Die Melderin schreibt dazu: "15 Rothirsche (alle männlich in verschiedenen Altersstufen) schwammen im Fluss ca. 100 Meter weit in Richtung von meinem Beobachtungsplatz, bis sie dann am anderen Ufer wieder an Land gingen und zwischen den Büschen verschwanden." Herzlichen Dank für die Meldung dieser tollen Beobachtung!

11.05.2018

«Luzern grünt» von der Stadt Luzern hat am 1. Mai das Projekt «StadtWildTiere» lanciert. Die Luzerner Umweltorganisationen WWF, BildLife und Pro Natura haben am Dienstag zu einem Vortrag und Abendspaziergang eingeladen, um die in der Stadt vorkommenden Wildtiere besser kennen zu lernen. Das zahlreich erschienene Publium genoss einen spannenden Abend mit einigen Überraschungen bei herrlichem Vorsommerwetter.

Warm, trocken und vielfältig

Sandra Gloor ist Biologin des Büros Swild aus Zürich und hat das Projekt StadtWildTiere von der ersten Stunde her mitentwickelt. Das Citizen-Science-Projekt bezieht die Bevölkerung ins Kennenlernen und Schützen von städtischen Wildtieren und Pflanzen mit ein. In einem Referat zeigte sie auf, wie dynamisch sich die Städte weltweit entwickeln. Seit etwa einem Jahrzehnt leben mehr Personen in Städten als im ländlichen Raum. Städte werden damit auch für die Natur als Nischen-reiche Ersatzlebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten immer wichtiger. So dienen Hausmauern als Felsen für brütende Vögel, Brücken als Höhlen für Fledermäuse oder Hecken und Bäume in Pärken, Gärten oder gar Dächer als Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten. Städte sind wärmer und trockener als ihre Umgebung und beherbergen deshalb auch Arten, die im Umland nicht gedeihen könnten. So sind zum Beispiel Feigenbäume in Luzern keine Seltenheit. Sandra Gloor zeigte mit einem Blick auf die Meldeplattform luzern.stadtwildtiere.ch, was seit dem Start des Projekts in Luzern von Privatpersonen bereits entdeckt und gemeldet wurde: Ein Biber entschwindet unweit der Reussinsel ins Wasser, ein Reh schaut im Friedhof Friedental verdutzt in die Kamera, ein Igelmännchen macht dem anderen das Futter streitig.

Die Stadt Luzern ist wilder als man denkt

Was sich schon in einer knappen Stunde in der Stadt entdecken lässt, zeigte Biologe und Stadtrat Adrian Borgula dem Publikum anschliessend an das Referat auf eindrückliche Art und Weise. Er ist ein Kenner der Vogelarten in der Museggmauer und eröffnte dem Publikum als Erstes eine Blick auf Turmdohlen beim Nestbau. Die städtische Turmdohlen-Population in Luzern ist schweizweit einzigartig. Auch die Gänsesäger fühlen sich in der Museggmauer ausserordentlich wohl. Im Zyt- und Pulverturm brüten Gänsesäger mit zunehmendem Erfolg, auch dank dem Engagement der Ornithologischen Gesellschaft der Stadt Luzern. Mittlerweile sind es 27 Brutpaare, die ihre Jungen im Mai auf teils abenteuerlichen Wegen und in mehreren halsbrecherischen Sprüngen hinunter zur Reuss führen, wo die geschickten Fischjäger dann ihren eigentlichen Lebensraum beziehen. Auch die überwiegend in wärmeren Gefilden lebenden Alpen- und Mauersegler flogen den Mauern entlang und jagten Insekten. Hätte man sich in der untergehenden Sonne an die Museggmauer gelehnt und wäre still verharrt, hätte man mit Bestimmtheit noch die eine oder andere Überraschung durch Wildtiere erlebt. Die Stadt Luzern ist nicht nur reich an Geschichte und Kultur, auch ihre Natur gilt es zu entdecken und zu fördern.

11. Mai 2018
Medienmitteilung des WWF Luzern, Kurt Eichenberger

11.05.2018

Ihre Katze – unsere Forscherin!
Bringt Ihre Katze ab und zu eine Maus oder ein anderes kleines Säugetier nach Hause? Auf diese Tiere hat es das Naturmuseum Solothurn ab sofort abgesehen. Für den neuen Säugetieratlas der Schweiz und Liechtenstein möchten wir im Projekt „Zeig mir Deine Maus, Katze!“ mehr über Vorkommen und Verbreitung der kleinen Säugetiere in den Kantonen Bern und Solothurn erfahren.
Ihre Katze könnte dabei eine tüchtige Mitarbeiterin sein! Schnappen Sie Ihrer Katze die tote Beute weg und übergeben Sie uns die erhaschte Beute. Aber auch tote Tiere aus Fallen, Amphibienkübeln oder jene, die am Wegesrand liegen, finden wir spannend. Wir freuen uns bis weit in den Herbst 2018 über alle Mäuse, Spitzmäuse, Fledermäuse, Maulwürfe, Wiesel, Siebenschläfer und alle anderen kleinen Säuger.

Was tun mit einer toten Maus?
Sie stehen jetzt vor einem toten kleinen Säugetier und fragen sich, wie es weitergeht? Sie packen das Tierchen in einen Plastiksack. Sie fügen einen Zettel mit Ihrem Namen und Adresse sowie den Fundort und Funddatum des Tottieres bei. Idealerweise bringen Sie das Tierchen nun möglichst rasch zu einer unserer Abgabestellen: Weit verstreut über die beiden Kantone nehmen ausgewählte Tierärzte, Naturpärke und Naturmuseen Ihren Fund für uns entgegen. Wir bestimmen das Tier später morphologisch oder lassen es genetisch untersuchen. Haben Sie uns Ihre Mailadresse mitgeteilt, erhalten Sie daraufhin eine Nachricht von uns, um welche Art es sich bei Ihrer Maus handelt.
Informationen zu den Abgabestellen, zu Mäusen und Katzen und unserem Projekt erhalten Sie auf unserer Webseite: www.bit.ly/katze-maus.

Warum Mäuse sammeln?
Rund 90 wildlebende Säugetierarten kommen in der Schweiz vor. Der Grossteil davon machen die Mäuse, Spitzmäuse, Fledermäuse und die Kleinraubtiere aus – und doch wissen wir herzlich wenig über ihr Vorkommen und die Verbreitung. Mit Ihrer Hilfe nehmen wir nun die Situation der Kleinsäuger in den Kantonen Bern und Solothurn genauer unter die Lupe. Die Daten fliessen in den neuen Verbreitungsatlas der Säugetiere der Schweiz und Liechtenstein ein.

Die Katze im Dienst der Wissenschaft
Über 1.4 Millionen Katzen leben in der Schweiz. Viele davon sind ausgeprägte Jägerinnen und bringen Beutetiere nach Hause. Auch wenn es kaum zu glauben ist: Es sind spannende Informationen, die Ihre Katze nach Hause bringt. Denn als Totfunde können die Beutetiere auf die Art bestimmt werden und geben wertvolle Auskünfte über Verbreitung der Kleinsäuger und deren lokale Artenzusammensetzung.

Und übrigens interessieren wir uns auch für lebende Tiere
Gerne können Sie können uns auch Bilder von lebenden Tieren schicken. Zur Artbestimmung benötigen wir Aufnahmen von Körper, Bauch, Kopf, Ohr und Schwanz.
Schicken Sie Ihre Fotos an saeugetieratlas@solothurn.ch.

Projektorganisation
Die Trägerschaft ist die Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie (SGW – SSBF). Das Projekt wird vom Naturmuseum Solothurn zusammen mit dem Wildtierbüro Quadrapoda in Bern durchgeführt.

Für Fragen und Auskünfte erreichen Sie uns unter:
Telefon: 031 328 33 53
Mail: saeugetieratlas@solothurn.ch

05.05.2018

Natur macht nicht Halt vor Stadtgrenzen. Grünanlagen, die Umgebung von Wohnsiedlungen, aber auch begrünte Flachdächer und Gärten bieten vielen Wildtieren abwechslungsreiche Lebensräume. Die Artenvielfalt in Städten wie Luzern, St.Gallen oder Bern ist deshalb erstaunlich groß.

Melden Sie Ihre Wildtier-Beobachtungen von Luzern!

Viele Wildtiere leben versteckt oder nachtaktiv und werden deshalb von der Stadtbevölkerung oft nicht wahrgenommen. Auf stadtwildere.ch können Sie Ihre Beobachtungen melden oder herausfinden, welche Wildtiere in Ihrem Quartier oder an Ihrem Arbeitsort schon beobachtet wurden. Eine Galerie zeigt Bilder von Wildtieren aus Luzern und anderen Schweizer Städten oder Regionen und Sie finden Tipps, wie Sie selber Igel, Dachs und Co. auf die Spur kommen können.

News und Agenda von Luzern

In den News erfahren Sie, was aktuell in Sachen Wildtiere in Luzern und anderen Schweizer Städten läuft. Die Agenda gibt Hinweise auf Anlässe in Luzern und schweizweit. Ein Newsletter bietet vier Mal jährlich Informationen und Beobachtungstipps. Wir laden Sie ein, den Newsletter zu abonnieren, Ihre Beobachtungen zu melden und die faszinierende Welt der Wildtiere in den Quartieren von Luzern zu entdecken.

StadtWildTiere Luzern und "Igel gesucht" in Luzern

Das Projekt StadtWildTiere Luzern startet 2018 mit der Meldeplattform für Wildtierbeobachtungen und dem Projekt "Igel gesucht". Weitere Informationen zum Igel-Projekt, und wie Sie selber aktiv bei der Erforschung der Luzerner Igel mithelfen können, finden Sie auf der Infoseite zum Projekt.

13.04.2018

Das Projekt StadtWildTiere Chur wurde im April lanciert und widmet sich bereits dieses Jahr mit dem Projekt "Igel gesucht" ganz dem kleinen Fussgänger.

Initiiert wurde das Projekt in Chur von Pro Natura Graubünden in Zusammenarbeit mit dem Tierheim und Tierhotel Arche, der Stadt Chur, dem Amt für Natur und Umwelt des Kanton Graubünden, des WWF Graubünden und dem Graubündner Tierschutzverein.

26.03.2018


Feldhasen. Bild Sonja Portenier / wildenachbarn.ch

Dem Osterhasen begegnet man in der Osterzeit auf Schritt und Tritt. Doch wann haben Sie das letzte Mal einen Feldhasen beobachtet? Feldhasen-Begegnungen sind selten. Der Feldhase ist in der Schweiz gefährdet und seine Bestandeszahlen sind gebietsweise rückläufig.

Feldhasen melden für den neuen Säugetieratlas

Im Rahmen der „Aktion Feldhase“ wird die Bevölkerung in der Schweiz und Liechtenstein aufgerufen, Feldhasen-Beobachtungen auf der Meldeplattform säugetieratlas.wildenachbarn.ch zu melden. Die Meldungen fliessen in den neuen Säugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins ein, welcher zurzeit von der Schweizerischen Gesellschaft für Wildtierbiologie SGW erarbeitet wird.

Doch der Feldhase ist auch zu Ostern nicht alleine unterwegs. Die zwei nächsten Verwandten des Feldhasen in der Schweiz sind der Schneehase, welcher meist oberhalb der Waldgrenze zu beobachten ist, und das Wildkaninchen, welches nur in vereinzelten, isolierten Populationen in der Schweiz vorkommt.

Feldhasen - Schneehasen - Wildkaninchen

Der Feldhase ist der größte Vertreter der Hasenartigen in der Schweiz. Er ist das ganze Jahr über braun-grau gefärbt und nutzt vor allem offene Lebensräume mit Gebüsch und Hecken. Im Vergleich zum Feldhasen ist der Schneehase kleiner und von rundlicherer Gestalt. Besonders im weißen Winterpelz lässt er sich gut von seinem größeren Verwandten unterscheiden. Doch auch im gräulichen Sommerfell behält der Schneehase einen weißen Schwanz. Der kleinste und seltenste Vertreter der Hasenartigen in der Schweiz ist das Wildkaninchen, die Wildform der Hauskaninchen. Es kommt nur in isolierten Populationen im Wallis und bei Basel vor.

Feldhasenförderung ist möglich

Die Rückgang der Feldhasen hat eng mit der Intensivierung der Landwirtschaft zu tun. Lange war unklar, wie Feldhasen wirksam geschützt und gefördert werden können. Im Basler Projekt „Hopp Hase“ wurden, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Massnahmen entwickelt, wie es gelingen kann, dass sich die Feldhasenbestände wieder erholen können.

 

Buch zum Them

Darius Weber: Feldhasen fördern funktioniert! Schlussfolgerungen aus dem Projekt HOPP HASE in der Nordwestschweiz
ISBN: 978-3-258-08030-7, Haupt Verlag, Bristol-Schriftenreihe 53, 1. Auflage 2017, 124 Seiten. Erhältlich im Buchhandel.

 

19.03.2018

Pünktlich zur Osterzeit suchen wir Feldhasen und Wildkaninchen. Helfen Sie mit und melden Sie Ihre Beobachtungen!

 

 

 

 

 

Foto: Wildkaninchen (c) pixabay

Möchten Sie an der Aktion teilnehmen, tragen Sie im Kommentarfeld der Meldung "Osteraktion" ein. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir wilde Preise!

Die Aktion läuft vom 16.März bis 8. April.

 

17.03.2018


Eichhörnchen in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens vom 25.2.2018

Die Tagesschau-Hauptausgabe berichtet vom Aufruf für den neuen Säuegtieratlas der Schweiz und Liechtenstein an die Schweizer Bevölkerung, Eichhörnchen zu melden, mit Bildern, auf denen man die Farbe der Eichhörnchen sehen kann.

Link zum Tagesschaubeitrag des Schweizer Fernsehens

06.03.2018

 

© Ueli Schoch / wildenachbarn.ch

Schweiz: Ziel übertroffen beim Crowdfundingprojekt „Wilde Nachbarn entdecken“!

 

Mit einem fantastischen Betrag von CHF 22‘128.-endete das Crowdfundingprojekt „Wilde Nachbarn entdecken“ heute erfolgreich! Wir möchten uns herzlich bei allen Unterstützern bedanken – fürs Spenden, fleissige Herumerzählen und Daumen drücken.

 

Dem Wildtierkamera-Verleih steht somit nichts mehr im Weg und wir freuen uns nun darauf, mit dessen Planung zu beginnen.

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