Feldhase
Lepus europaeus
© M. Bächler / wisent.ch

Lebensraum

Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Wald

Der Feldhase ist dank seines Körperbaus ( stark entwickelte Hinterpfoten, großes Herz ) ein Ausdauerläufer; hohe Spitzengeschwindigkeiten ( 70 km / h ). Kann sich bei Gefahr auch bewegungslos auf den Boden ducken und bleibt dank Tarnfärbung oft vollkommen unbemerkt. Gräbt keine Baue, sondern ruht in Gebüschen oder Bodenmulden. Vegetarische Ernährung. Fortpflanzungszeit von Februar bis in den Herbst, 3 – 5 Würfe pro Jahr mit 2 – 4 Jungen pro Wurf. Keine Territorien, Aktionsgebiete 10 – 20 ha, z.  T. bis 500 ha. Bestandesgefährdende Faktoren sind in erster Linie wegen der Intensivierung der Landwirtschaft und der Zerstückelung des Lebensraums durch Straßen und andere Hindernisse.

Erkennungsmerkmale 
Braungraues, auf der Bauchseite helles Fell. Ohren mit schwarzen Spitzen. Schwanzoberseite schwarz.
Lebensraum 
In lichten Wäldern, auf Waldlichtungen, in offenem Gelände und landwirtschaftlich genutzten Flächen an Waldrändern und Hecken, auf Brachflächen.
Gefährdungsgrad
gefährdet
Ähnliche Arten
Andere Hasenartige sind das Wildkaninchen und der Schneehase. Der Schneehase ist ein Bewohner höherer Lagen, allerdings kommt es vereinzelt zu Hybridisierung (Kreuzung) zwischen den Arten. Kreuzungen zwischen Feldhase und Wildkaninchen sind auf Grund ihrer unterschiedlichen Chromosomenanzahl nicht möglich.
Maße 

Kopf-Rumpf-Länge 48 – 67 cm, Ohren 8 – 10 cm, Gewicht 3 – 5 kg.

Aktivitätszeit 
Ganzjährig aktiv, vorwiegend in der Dämmerung und nachts.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch

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Hasenspuren

Der erste Schritt bei Hasenbeobachtungen ist das Suchen nach Spuren. Der Abdruck der Hasenpfoten ist im Schnee gut zu entdecken und sehr typisch. Leicht zu identifizieren sind auch die kleinen Kotpillen.

Spaziergang in der Dämmerung

Hasen sind dämmerungs- und nachtaktiv, im Siedlungsraum kann man sie mitunter auch tagsüber gut beobachten. Hat man also Hasenspuren entdeckt, kann man sich in der Dämmerung auf die Pirsch machen. Mit großer Wahrscheinlichkeit begegnet man dann verschiedenen Tieren, mit etwas Glück ist ein Hase dabei. 

 

 

Unterstützen Sie Projekte zum Schutz der Feldhasen!

Die Gründe für den Rückgang des Feldhasenbestandes sind vielfältig: Heutzutage fehlen auf den Feldern Feldgehölze und Brachstreifen, das angebaute Getreide wächst viel dichter, die Ernte erfolgt maschinell und der Lebensraum ist durch Straßen und Siedlungen zerstückelt. Auch sind die Feinde der Junghasen wie Rabenkrähe, Hauskatze, Hund und Fuchs, häufiger geworden. Durch eine extensivere Landwirtschaft mit speziell für die Hasen angelegten inselartigen Brachflächen kann der Feldhase gefördert werden.

Gefahren 

Junghasen (Setzzeit von ca. März bis September) sind besonders verletzlich. Die Häsin kehrt nach der Geburt zum Säugen nur einmal pro Tag zum Wurf zurück. Die Junghasen verharren während dieser Zeit (ca. 3 Wochen) unbeweglich in einer flachen, meist gut geschützten Mulde. Landwirtschaftliche Maschinen, Fressfeinde, nasskaltes Wetter und Störungen durch Mensch und Hund sind Hauptverursacher für den Tod vieler Junghasen. Daher:

  • Spaziergänger: Bleiben Sie bitte auf den Wegen. Hasen können sich an ein gewisses Maß an Störungen gewöhnen, solange die für sie vorhersehbar sind.

  • Hundehalter: Führen Sie Ihren Hund an der Leine.

Beobachten im Tierpark

Im Wildnispark Langenberg werden in einer reich strukturierten Anlage Feldhasen gehalten. Und auch im Tierpark Goldau können Feldhasen beobachtet werden.

  • Verein Hopp Hase, im Aufbau befindend

  • Artikelserie Wildbiologie (15/24), Wildtier Schweiz, Kurzportraits von Wildtieren: Der Feldhase

  • Schutz der kleinen Säugetiere – Eine Arbeitshilfe, Umwelt Aargau, Sondernummer 36, November 2011. (pdf, 12MB)

  • Buch: Schatzkammer Natur –  Von der Vielfalt heimischer Arten, Museum Mensch und Natur & Hofpfisterei München (Hrsg.), Verlag: oekom, München 2009: S. 72-76.