Efeu-Seidenbiene
Colletes hederae

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Efeu-Seidenbiene auf Efue Blüte mit pollenbeladen Beine
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Solitäre Art. Nistet im Boden in selbstgegrabenen Nestern in Lösswänden sowie Löss- und Sandböden. Dazu gehören auch Sandkästen. Es kann auch zu Nistkolonien kommen mit hunderten bis tausenden Nestern, die nebeneinander angelegt sind. Die Efeu-Seidenbiene ist aufgrund ihrer Blütenwahl eine letzten Wildbienenarten im Jahr. Sie fliegt von Ende August bis Ende Oktober. Sie ist spezialisiert auf Efeublüten (Hedera helix). Die Männchen suchen auch Nektar auf Doldengewächsen (Apiaceae) und Korbblütlern (Asteraceae).

Erkennungsmerkmale

Weibchen mit brauner Kopfbehaarung, der Brustteil (Thorax) ist braun bepelzt, aber seitlich heller. Das Hinterteil ist schwarz – cremefarben gestreift.

Die Efeu-Seidenbiene sieht ähnlich aus wie andere Seidenbienen, kann aber durch ihre spezialisierte Futterpflanze (Efeu), der noch späteren Flugperiode (September-Oktober) und oft auch durch ihre Grösse unterschieden werden.

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Aktivitätszeit

Flugzeit: August-Oktober

Lebensraum

Lösswände, Hänge, Sandflächen mit Efeubeständen in erreichbarer Nähe.

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Fördermassnahmen

Diese Wildbienenart kann durch die Erhaltung alter Efeu-Bestände an Mauern, Felsen und gewissen Bäumen gefördert werden.

Normalerweise nisten Efeu-Sandbienen in offenen Sandflächen. Im Siedlungsraum nisten Efeu-Seidenbienen vereinzelt in Sandkästen von Kinderspielplätzen. Beispiele aus Deutschland zeigen, dass mit einer kleinen Absperrung die seltenen Wildbienen in Sandkasten nisten konnten, während die Kinder trotzdem spielen konnten. Dabei gab es positive Rückmeldungen der Kindergärten. Eine friedliche Koexistenz von Seidenbienen und Menschen ist auch in Siedlungen möglich.

Efeu, der an Mauern hochwächst, kann verschiedenen Tieren Unterschlupfmöglichkeiten bieten. Zudem blüht der Efeu sehr spät im Jahr, zu einer Zeit wenn nur noch wenig andere Pflanzen blühen.
Bäume, die mit Efeu bewachsen sind, bieten Vögeln Nistplätze.

Beobachtungstipps

Die Efeu-Seidenbiene kann im Herbst (September bis Oktober) auf ihrer Hauptnahrungsquelle, dem blühenden Efeu, beobachten werden.

Die Efeu-Sandbiene hat einen dichten, braunen Pelz im Brustbereich und ein schwarz glänzendes Hinterteil mit breiten karamellfarbenen Endbinden.
Durch ihre späte Blühzeit im September-Oktober, sind Efeublüten wahre Magneten für Insekten.

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