Weinbergschnecke
Helix pomatia

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Weinbergschnecke kriecht einen dünnen Stengel hoch.
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Körper beige bis ockerfarben. Alter: bis über 20 Jahre, Höchstalter 35. Mit 2-5 Jahren ausgewachsen und geschlechtsreif. Eier 2mm groß, Ablage in selbst gegrabener Erdhöhle. Die Weinbergschnecke ist wärmeliebend und daher im geschlossenen Hochwald seltener. Die höchste Dichte wird im lichten Gebüsch oder in warmen Hochstaudenfluren mit hoher Luftfeuchtigkeit erreicht. Zur Überwinterung graben sich die Weinbergschnecken in lockere Erde ein, scheiden viel Wasser aus und verschließen ihr Gehäuse mit einem rund 1mm dicken Kalkdeckel, den sie im Frühjahr wieder abstoßen. Bei Trockenheit können sie sich ebenfalls eindeckeln, ihren Stoffwechsel reduzieren und in dieser Trockenstarre überdauern. Nahrung: Pflanzen, bevorzugt im welken Zustand, auch Hundekot.

Erkennungsmerkmale

Kugelig, stumpf kegeliges Gewinde; 5-6 Umgänge. Gehäuse mit feinen Spirallinien, hellgrau bis ockerfarben, mit dunkleren, verwaschenen Bändern.

Gehört zu
Masse

Gehäuse 30-50 x 32-50 mm. 

Ähnliche Arten

Unverwechselbar

Gefährdungsgrad

Nicht selten, aber unter Naturschutz. Als Speise aus Zuchten stammend.

Aktivitätszeit

Von Frühling bis Herbst bei Temperaturen zwischen ca. 8°C und 25°C.

Lebensraum

Lichte Laubwälder, Waldrand, Gebüsche, Hecken, Weinberge, Mauern, Grünanlagen und Ruderalflächen.

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Gefahren

Wie alle Schnecken orientiert sich die Weinbergschnecke über den Geruchs- und Geschmackssinn, um an ihre bevorzugte Nahrung zu gelangen. Schnecken haben generell ein gut entwickeltes Nervensystem und reagieren empfindlich auf Änderungen in ihrer Umwelt. Ausgeräumte Lebensräume, wie zu ordentliche Gärten, Steingärten oder eintönige Rasenflächen ohne feuchte Versteckmöglichkeiten bieten Weinbergschnecken keine gute Lebensgrundlage.
Außerdem gefährdet der Gebrauch von Schneckenkörnern die geschützte Weinbergschnecke.

Fördermassnahmen

Die Weinbergschnecke wird in der Regel fünf bis 10 Jahre, selten sogar 30 Jahre alt. Weinbergschnecken fressen gerne Kräuter, Mauerlattich oder Wildpflanzen. Da sie sich jedoch überwiegend von toten, verwelkten Pflanzen ernähren, richten sie im Garten selten Schäden an. Im Gegenteil, Weinbergschnecken fressen auch die Eier von anderen Schneckenarten und regulieren somit den Schneckenbestand im Garten. Zusätzlich spielen Weinbergschnecken eine wichtige ökologische Rolle beim Abbau von Biomasse.

Um der Weinbergschnecke ein schönes Leben in Ihrem Garten zu ermöglichen, richten Sie wilde, feuchte Ecken ein, lassen Sie auch „Unkraut“ und Wildkräuter stehen bzw. verwelken und verzichten Sie auf Schneckenkörner.

Schneckenzäune statt Schneckenkörner

Wenn Sie die Zahl von Nacktschnecken (z.B. die Rote Wegschnecke oder die Ackerschnecke) im Gemüsebeet reduzieren möchten, gibt es Alternativen zu Schneckenkörner:

  • Gießen Sie die Pflanzen ganz lokal, um die für Schnecken wichtigen feuchten Flächen in der Nähe der zu schützenden Pflanzen zu minimieren.
  • Stellen Sie Schneckenzäune auf.
  • Setzen Sie eine große Vielfalt an verschiedenen, kräftigen Jungpflanzen und platzieren Sie anfällige Pflanzen nicht direkt neben einer Hecke oder an einem feuchten Standort.
  • Schaffen Sie Nistplätze und Versteckmöglichkeiten für die natürlichen Feinde der Schnecken (z.B. Singdrosseln, Igel, Blindschleichen, Spitzmäuse etc.).
An feuchten Orten oder bei Regenwetter kann man die großen, aber langsamen Gehäuseschnecken toll beobachten.

Beobachtungstipps

Bei Regenwetter verspricht eine Schneckensuche den größten Erfolg. Die Weinbergschnecke kommt in lichten Wäldern, Gebüschen und Hecken vor. Im Siedlungsraum findet man die große Schnecke an feuchten Orten in Gärten, Straßenböschungen oder an Bachufern, wo sie vor dem Austrocknen geschützt ist. Nachts oder in der Morgendämmerung begibt sie sich auf Nahrungssuche, bei Regenwetter kann man sie auch tagsüber antreffen.

Buddeln für den Nachwuchs

Anfang Winter gräbt sich die Weinbergschnecke in die Erde ein, verschließt ihre Gehäusemündung und hält eine Winterruhe. Die Paarung findet vom Frühling bis im Juli statt, die Eiablage erfolgt einmal im Jahr (zwischen Mai und August), wobei maximal 50 cremefarbene, ca. 6mm große Eier in eine Erdvertiefung gelegt werden. Danach verschließt die Weinbergschnecke die selbstgegrabene Vertiefung.

Weinbergschnecken werden erst mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif.

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