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09.11.2019

Ausgehend von der R├╝ckkehr der W├Âlfe in die Schweiz geht der Dokumentarfilm auf Spurensuche, um dieses missverstandene, intelligente und soziale Raubtier n├Ąher kennen zu lernen. Er geht den zentralen Fragen nach: Wer ist der Wolf, wie und wo lebt er? Welche Aufgabe hat er in unserem ├ľkosystem? K├Ânnen wir mit ihm zusammen leben? Woher stammt die Angst vor dem Wolf?
Die filmische Reise f├╝hrt von der Schweiz via Deutschland, ├ľsterreich nach Osteuropa und Nordamerika, wo frei lebende Wolfsrudel seit jeher existieren. Die dortigen Experten verfu╠łgen u╠łber Wissen und Erfahrungen, von denen die Schweiz profitieren kann. Betroffene Schafshirten bringen ihre Sichtweise ein.
 
Idee // Buch // Regie : Thomas Horat
Kamera : Luzius Wespe
Ton : Thomas Horat
Schnitt : Guido Henseler
Musik : Artra Trio, Musik im Abspann: C. Gibbs
Tonschnitt // Mischung // Sounddesign : Oswald Schwander
Rerecording Mixer : J├Ârg H├Âhne +++ Oswald Schwander
Produktion : Settebello Film GmbH +++ Verleih : mythenfilm
 

Webseite zum Film

Trailer zum Film

31.10.2019

Erdhummel (┬ę Cornelia H├╝rzeler / stadtwildtiere.ch)

In einer neuen Studie, publiziert am 31. Oktober 2019 im renommierten Wissenschaftsjournal Nature, wird für den Zeitraum von 2008 bis 2017 ein erschreckender Rückgang der Insekten nachgewiesen. Besonders stark ist der Rückgang in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, wo zwischen 2008 und 2017 die Biomasse der Insekten um 67%, die Anzahl Individuen pro Art um durchschnittlich 78% und die Anzahl der Arten um 34% abnahm. Ein drastischer Rückgang sowohl der Biomasse (41%) als auch bei der Anzahl Arten (36%), nicht aber in der Individuenzahl pro Art, war auch in Waldgebieten zu verzeichnen. 

Die Daten wurden in drei Regionen Deutschlands erhoben und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener deutscher┬áund schweizer Forschungseinrichtungen ausgewertet und diskutiert. Die deutlichen Resultate d├╝rften auch auf die Verh├Ąltnisse in anderen mitteleurop├Ąischen Gebieten ├╝bertragbar sein.

Der R├╝ckgang der Insekten ist nicht nur f├╝r diese selber gravierend, Insekten bilden auch die Nahrungsgrundlage f├╝r viele andere Tiere und spielen eine wichtige Rolle bei der Best├Ąubung von Kulturpflanzen.┬á

Link zum Abstract der Publikation

20.10.2019


Admiral (┬ę┬áElisabeth Michel / stadtwildtiere.ch)

Ein mit einer illegalen Substanz verunreinigtes Spritzmittel aus der Landi mit Namen Pirimicarb hat Hunderttausende Bienen in der Schweiz get├Âtet. Ein Aargauer Imker hatte k├╝rzlich der Polizei gemeldet, dass seine 24 Bienenv├Âlker, rund 600'000 Bienen, auf mysteri├Âse Weise innert Tagen gestorben seien, berichtet die ┬źSonntagsZeitung┬╗. Dem - wie in der Sonntagszeitung geschrieben steht - "harmlosen" Insektizid gegen Blattl├Ąuse war ein illegaler Stoff beigemischt.

Was in den Zeitungsartikeln nicht erw├Ąhnt wird: das Gift hat sicher nicht nur Honigbienen get├Âtet, sondern auch viele andere Insekten.┬á

Artikel in der Sonntagszeitung vom 20. Oktober 2019

10.10.2019


Jungw├Âfe am Piz Beverin ( ┬ę Pius Furger)

Am 4. Oktober 2019 verf├╝gte der Kanton ├╝ber die Regulierung des Wolfsrudels rund um den Beverin. Am Wochenende vom 6./7. hat die Wildhut zwei Jungw├Âlfe erlegt, wie das┬áAmt f├╝r Jagd und Fischerei, Kanton Graub├╝nden am 10.10.2019 in einer┬áMedienmitteilung bekanntgab.

Die Tiere werden nun im Tierspital der Universit├Ąt Bern untersucht und an der Universit├Ąt Lausanne genetisch identifiziert. Solange der Vollzug der Bestandesregulation andauert, werden keine weiteren Details zu Ort und Zeit der Aktionen bekannt gegeben. Das Amt f├╝r Jagd und Fischerei (AJF) wird periodisch ├╝ber das Fortschreiten der Umsetzung informieren.

Das AJF wurde beauftragt, insgesamt vier Jungw├Âlfe im Streifgebiet des Beverinrudels zu entnehmen. Dieses Streifgebiet wird begrenzt durch Hinterrhein, Vorderrhein, Glenner, Valserrhein und die Linie Vals ÔÇô B├Ąrenhorn ÔÇô Nufenen. Im Rudel waren 2019 7 Jungw├Âlfe beobachtet worden.┬á

Im Fr├╝hsommer 2019 gelang Pius Furger in der Region Heinzenberg-Safiental-Piz Beverin spektakul├Ąre┬áAufnahmen der spielenden Jungw├Âlfe (aus geb├╝hrender Distanz mit einem Teleobjektiv). Im Verlauf des Sommers zog das Rudel um, wie dies bei Wolfsrudeln einige Wochen nach der Geburt der Jungw├Âlfe┬á├╝blich ist.

Filmaufnahmen von Pius Furger, online in einem Artikel der Zeitung Südostschweiz 

08.10.2019

Die Reform des Jagdgesetzes, welche das Parlament in der Herbstsession 2019 gutgeheissen hat, wird voraussichtlich 2020 an die Urne kommen. Das neue Gesetz will den Schutz wildlebender Tiere┬áin der Schweiz lockern. So soll der Bundesrat k├╝nftig bisher gesch├╝tzte Arten wie Biber, Luchs, Wolf, Fischotter, Graureiher, G├Ąnses├Ąger, Steinadler & Co. als regulierbar einstufen k├Ânnen. Anstatt Schutzmassnahmen zu ergreifen, sollen ┬źproblematische┬╗ Wildtiere pr├Ąventiv dezimiert werden d├╝rfen,┬áum allf├Ąllige Sch├Ąden zu verhindern.

Kanton k├Ânnen neu ├╝ber die Dezimierung entscheiden

Von den Natur- und Tierschutzorganisationen als┬ábesonders problematisch beurteilt, sollen k├╝nftig┬ádie Kantone in Eigenregie ├╝ber das Dezimieren von sogenannten "Problemtieren" oder "Problempopulation" entscheiden d├╝rfen, trotz deren Schutzstatus. Die Gegner des neuen Jagdgesetzes weisen darauf hin, dass bereits heute der Bund die Dezimierung von Problembest├Ąnden erlauben kann, wie aktuell der Abschuss von 4 Jungw├Âlfen im Kanton Graub├╝nden zeigt. In diesem Punkt das Gesetz zu lockern, ist deshalb nicht notwendig.

Referendum: bis am 16. Januar 2020 50'000 Unterschriften

Natur- und Tierschutzorganisationen haben deshalb das Referendum gegen das neue Gesetz ergriffen und müssen nun bis am 16. Januar 2020 50'000 Unterschriften sammeln. 

Unterst├╝tzt werden sie dabei von folgenden Organisationen und Institutionen: Pro Natura, Birdlife Schweiz, WWF Schweiz, Gruppe Wolf Schweiz, Mountain Wilderness, Schweizer Tierschutz STS, Stiftung Tier im Recht TIR, NetAP Network for Animal Protection, Tierpartei Schweiz, Verein CHWolf, Fondation Franz Weber, Helvetia Nostra und Z├╝rcher Tierschutz (Stand September 2019). Auch Die SP und die Gr├╝nen unterst├╝tzen das Referendum. Gesammelt wird auch in Zoos und Tierparks, etwa im Zoo Z├╝rich und Tierpark Goldau.

20.09.2019

Foto: Nicolas Armer, Keystone

Neue Studien weisen nach, dass die weltweit h├Ąufig eingesetzten Insektizide der Gruppe der Neonicotinoide mit verantwortlich sind am dramatischen R├╝ckgang der Vogelpopulationen in Landwirtschaftsgebieten.

Der TagesAnzeiger gibt einen ├ťberblick ├╝ber die k├╝rzlich publizierten wissenschaftliche Arbeiten, eine davon ├╝ber Untersuchungen an Sperlingen der Universit├Ąt Neuch├ótel.

30.08.2019

┬ę Franziska L├Ârcher / stadtwildtiere.ch

Wiesel geraten in der Schweiz zunehmend unter Druck. Ihr Lebensraum wird kleiner und Beobachtungen der flinken Tiere werden immer seltener. Als Raubtiere liefern Wiesel jedoch wichtige Hinweise f├╝r den Zustand des ganzen ├ľkosystems und sind deshalb wichtig f├╝r eine nachhaltige Zukunft.

Im Citizen Science Projekt ÔÇ×Wiesel gesucht - Wer zeigt sich in der Fotobox?ÔÇť benutzen wir Kamerafallen, um das Vorkommen von Wieseln und ihren Beutetieren im Schweizer Mittelland zu untersuchen.

Bei der Auswertung der Videos brauchen wir Ihre Unterst├╝tzung! Helfen Sie mit, die Videos anzuschauen und die Tiere, welche die Fotofallenbox betreten zu identifizieren. Teilnehmen k├Ânnen Sie auf der Projekt-Webseite, wo Sie auch mehr ├╝ber die Wiesel in der Schweiz erfahren.

Dies ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft SWILD in Zusammenarbeit mit dem Citizen Science Center Z├╝rich, eine gemeinsame Initiative der Universit├Ąt Z├╝rich und der ETH Z├╝rich.

24.08.2019

Am 22. und 23. August fand in Wien das internationale Treffen der StadtWildTiere und Wilde Nachbarn-Projekte statt. Die Projektverantwortlichen aus Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz diskutierten die aktuellen Projekte in den L├Ąndern, die Weiterentwicklung der Plattformen und Themen wie Citizen Science, Open Science und offene Biodiversit├Ątsdatenbanken. Zu Gast waren wir am Konrad-Lorenz-Institut f├╝r Vergleichende Verhaltensforschung und in der Au├čenstelle der ├ľsterreichischen Vogelwarte der Vetmeduni Vienna in Seebarn am Wagram.

Schliesslich┬áblieb auch Zeit, in Wien die Feldhamster und in den Weinbergen des Wagram nord├Âstlich von Wien Ziesel zu beobachten.

Wir kehren nach dem anregenden Treffen hoch motiviert und mit vielen neuen Ideen nach Hause zur├╝ck.

07.08.2019

Aktuelle Eichh├Ârnchenbeobachtung, ┬ę Judith Niggli / wildenachbarn.ch

Am Dienstag, 6. August, ging mit einer Meldung eines Fuchses aus der Stadt Luzern die 40ÔÇÖ000ste Beobachtung auf den Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn ein.

Das Projekt StadtWildTiere wurde 2013 in Z├╝rich lanciert. Im Mai 2016 startete das Projekt Wilde Nachbarn. Mittlerweile gibt es lokale Projekte in 8 St├Ądten und 5 Regionen in Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz. Nebst einer deutschsprachigen Version, wird das Projekt Wilde Nachbarn Schweiz auch auf Franz├Âsisch angeboten (Nos voisins sauvages).

Vielen Dank an alle flei├čigen Melder/innen aus allen Projekten. Wir freuen uns bereits auf die n├Ąchsten 40ÔÇÖ000 Meldungen!

16.07.2019

Die Asiatische Tigerm├╝cke in Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz

Die┬áAsiatische Tigerm├╝cke wurde 1979 in Europa das erste Mal in Albanien nachgewiesen, vermutlich ├╝ber Importe aus China. Seiter hat sich die M├╝cke in 14 Europ├Ąischen L├Ąndern ausgebreitet. In der Schweiz wurden im Tessin 2003 Tigerm├╝cken festgestellt. In Deutschland wurden im September 2007 auf einer Autobahnrastst├Ątte der┬áA5┬ábei┬áBad Bellingen┬á(Baden-W├╝rttemberg) erstmals Eier der M├╝cke entdeckt (Pluskota et al 2008, European Mosquito Bulletin). 2017 wurden im Unterinntal im ├Âsterreichischen Tirol Eier in gr├Â├čerer Menge gefunden, wie meinbezirk.at meldete.

Die Tigerm├╝cke in Z├╝rich

Nun ist sie auch in Z├╝rich angekommen, wie das Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Z├╝rich in einer Medienmitteilung vom 16. Juli 2019 bekannt gibt. Bereits im September 2016 konnte der Umwelt- und Gesundheitsschutz Z├╝rich zusammen mit der zust├Ąndigen Fachstelle des Kantons Z├╝rich auf dem Gel├Ąnde der Bus Station (Carparkplatz) Tigerm├╝ckeneier finden. Im Sommer dieses Jahres wurde die Tigerm├╝cke nun auch in Wollishofen nachgewiesen. Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Z├╝rich geht davon aus, dass die Tigerm├╝cke an beiden Orten aufgrund von Reiset├Ątigkeiten eingeschleppt wurde. In Wollishofen haben sie die Wintermonate ├╝berlebt. Bei der Bus Station handelt es sich hingegen um wiederholte Neueinschleppungen mit den Reisefernbussen.

Die M├╝cke profitiert vom Klimawandel

Eine Gruppe von Forschern der┬áUniversity of Liverpool┬áunter Leitung von Cyril Caminade hat gem├Ą├č einer Ver├Âffentlichung im April 2012 in der Zeitschrift┬áInterface┬áder┬áRoyal Society┬áberechnet, dass die Tigerm├╝cke aufgrund des┬áKlimawandels┬ázwischen 2030 und 2050 in weiten Teilen Europas die f├╝r sie n├Âtigen Lebensbedingungen vorfinden wird.

Sind Asiatische┬áTigerm├╝cken gef├Ąhrlich?

Wie der Umwelt- und Gesundheitsschutz Z├╝rich berichtet, besteht f├╝r die Bev├Âlkerung┬ágegenw├Ąrtig kein Anlass, sich Sorgen zu machen. Die Tigerm├╝cke kann zwar Krankheiten von einer infizierten auf eine noch nicht-infizierte Person ├╝bertragen. Die Gefahr ist jedoch sehr klein. In der Schweiz (und auch in Deutschland) gab es bisher noch nie einen solchen Fall. Alle registrierten Krankheitsf├Ąlle waren im Ausland erkrankte Reiser├╝ckkehrer. In der Schweiz sind auch noch keine mit Viren infizierten Tigerm├╝cken aufgetreten. Die Tigerm├╝cken sind jedoch l├Ąstig, da sie auch tags├╝ber stechen, was einheimische M├╝cken nicht tun.

Wie erkenne ich eine Asiatische Tigerm├╝cke?

Die Tigerm├╝cke hat auf ihren schwarzen Hinterbeinen f├╝nf weisse Ringe und auf ihrem R├╝cken, hinter dem Stechr├╝ssel, eine weisse Linie. Das Insekt ist nicht gr├Âsser als ein 5-Rappenst├╝ck. Die im Mittelland bereits weit verbreitete Asiatische Buschm├╝cke sieht der Tigerm├╝cke ├Ąusserst ├Ąhnlich, ist aber bedeutend gr├Âsser.

Die Tigerm├╝cke ist auch tags├╝ber aktiv, w├Ąhrend unsere einheimischen M├╝cken vor allem in der D├Ąmmerung und nachts stechen.┬á

Weitere Informationen zur Asiatischen Tigerm├╝cke bei Gr├╝n Stadt Z├╝rich

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