News

© Markus9a / stadtwildtiere.ch
13.10.2020

Dank der unglaublichen UnterstĂŒtzung von 71 Spendern konnten wir mit unserem Crowdfunding sagenhafte 9‘493 Franken sammeln und somit den Fortbestand unseres Blogs „Natur zu Hause“ sichern! Ein grosses Dankeschön geht auch an die Gebert RĂŒf Stiftung, welche uns im Rahmen des Science Boosters unterstĂŒtzt hat. 

Wir freuen uns sehr, den Blog weiterfĂŒhren zu dĂŒrfen und sind schon fleissig dabei, Ideen und spannende Themen fĂŒr neue BlogbeitrĂ€ge zusammenzutragen. 
Dank der grosszĂŒgigen UnterstĂŒtzung können wir weiterhin ĂŒber aktuelle Themen im Siedlungsgebiet schreiben und viele Menschen in die wunderbar vielfĂ€ltige Natur vor der HaustĂŒre entfĂŒhren. 

Wir freuen uns darauf! Herzlichen Dank! 

© Sandra Gloor / stadtwildtiere.ch
12.10.2020

Citizen Science (=BĂŒrgerwissenschaften) ist eine Wissensschaftssparte - fĂŒr einige eine Berufung, fĂŒr andere wiederum Neuland.

Die Citizen Science Netzwerke Österreich forscht, Schweiz forscht und BĂŒrger schaffen Wissen in Deutschland, haben eine lĂ€nderĂŒbergreifende Umfrage entwickelt, in der der aktuelle Entwicklungsstatus von Citizen Science in den jeweiligen LĂ€ndern erhoben wird. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen einen Einblick in die aktuelle Lage von Citizen Science in den jeweiligen LĂ€ndern geben und damit auch aufzeigen, wo in den nĂ€chsten Jahren Schwerpunkte gesetzt werden sollten. Noch bis 26. Oktober 2020 haben Sie die Gelegenheit ihre Erfahrungen in und mit Citizen Science Projekten sowie auch WĂŒnsche und Anregungen an Citizen Science im Zuge der Umfrage mitzuteilen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind sehr wichtig fĂŒr die weitere Entwicklung von Citizen Science in Österreich, Schweiz und Deutschland.

Die Umfrage wurde auf Grundlage des öffentlichen Online-Dialogforums am 26. Juni 2020 von der AG Weißbuch Citizen Science in Zusammenarbeit mit BĂŒrger schaffen Wissen, CitizenScience@Helmholtz und Vertreter*innen von Österreich forscht und Schweiz forscht erarbeitet.

05.10.2020

Die kantonale Dienststelle fĂŒr Wald, Flussbau und Landschaft (DWFL) will sich einen besseren Überblick ĂŒber die Igelpopulationen im Wallis verschaffen. Im Rahmen der Aktion «Igel gesucht» des Kantons Wallis hat sich auch der Landschaftspark Binntal auf die Suche nach den stachligen Gartenbewohnern gemacht. In Grengiols und in Ernen wurde im September ein Igelmonitoring durchgefĂŒhrt

Link zur Medienmitteilung vom 5. Okt. 2020

© Didier Jeannin / wildenachbarn.ch
29.09.2020

Heute leben Igel  im Siedlungsraum in höherer Dichte als in lĂ€ndlichen Gebieten. Doch wie das Projekt StadtWildTiere in einer Medienmitteilung vom 29. Sept. 2020 mitteilt, geraten Igel selbst hier zunehmend unter Druck. Eine neue Studie aus der Stadt ZĂŒrich zeigt, dass die Igelpopulation hier ĂŒber die letzten 25 Jahre um 40% abgenommen hat und die FlĂ€che, welche von Igeln besiedelt wird, um 18% geschrumpft ist. 

Hier geht es zur Medienmitteilung

Hier geht es zur Originalpublikation:

Taucher, A.L.; Gloor, S.; Dietrich, A.; Geiger, M.; Hegglin, D.; Bontadina, F. Decline in Distribution and Abundance: Urban Hedgehogs under Pressure. Animals 2020, 10, 1606.

24.09.2020

Eine neue Studie aus dem Westen der USA kommt zum Schluss, dass Biber durch den Bau von DĂ€mmen, die Bildung von Teichen und das Graben von KanĂ€len riesige Flusskorridore bewĂ€ssern und feuerfeste Refugien schaffen. Möglicherweise finden in solchen RĂŒckzugsorten Pflanzen und Tiere sogar Schutz vor WaldbrĂ€nden.

BiberdĂ€mme erfreuen sich zunehmender Beliebtheit als Low-Tech- und kostengĂŒnstige Strategie zur Schaffung von Klimaresilienz im Landschaftsmaßstab. Sie verlangsamen und speichern Wasser, auf das die Ufervegetation in Trockenperioden zugreifen kann, und schĂŒtzen so die Ökosysteme der Ufergebiete wirksam vor DĂŒrreperioden. 

Artikel im National Geografic

Artikel im Journal Ecological Applications

Schottergarten (Sandra Gloor / swild.ch)
23.09.2020

SchottergĂ€rten liegen nach wie vor im Trend. Vielerorts werden sie angelegt, weil sie wenig Arbeit verursachen sollen. Doch Gartenbauexperten sehen das anders: das stimme nur im ersten Jahr. Danach sei der Aufwand da, wenn man BlĂ€tter und Unkraut entfernen und nach einigen Jahren das Vlies unter dem Schotter ersetzen mĂŒsse. SchottergĂ€rten heizen zudem im Sommer stark auf und sind ein Verlust fĂŒr die BiodiversitĂ€t.

Wie die Luzerner Zeitung am 22. Sept. 2020 berichtet, reicht die Luzerner KantonsrĂ€tin Meta Lehmann demnĂ€chst einen Vorstoss fĂŒr Massnahmen gegen SchottergĂ€rten ein. In verschiedenen Gemeinden, etwa in St.Gallen, Steffisburg (BE) oder Grenchen (SO), wird gegen SchottergĂ€rten vorgegangen. KĂŒrzlich hat der Kantonsrat von Solothurn einen entsprechenden Auftrag aus den Reihen der SP an den Regierungsrat ĂŒberwiesen.

17.09.2020
Auf den Spuren der Walliser Igel: Freiwillige fĂŒr die Mitarbeit gesucht

Seit Juni wird das Vorkommen von Igeln in vier Walliser Gemeinden systematisch untersucht. Erste Resultate der Aktion «Igel gesucht» sehen vielversprechend aus. Es werden jedoch noch dringend Freiwillige in den Gemeinden Sion, Martigny und Monthey gesucht.

Untersuchungen aus anderen Kantonen zeigen, dass heute weit weniger Igel unterwegs sind, als noch vor zwanzig Jahren. Wie es um das stachlige Tier im Wallis steht, ist jedoch nicht bekannt, denn es fehlen bislang aussagekrĂ€ftige Daten. Hier setzt die Dienststelle fĂŒr Wald, Flussbau und Landschaft (DWFL) mit der Aktion «Igel gesucht» des Projekts «Wilde Nachbarn» an.

Weitere Informationen in der Medienmitteilung vom 18. Sept. 2020 und der Infoseite zum Walliser Projekt "Igel gesucht"

Interessiert beim Projekt mitzumachen? Melden Sie sich auf info@wildenachbarn.ch

© Didier Jeannin / nosvoisinssauvages.ch
15.09.2020

Aufgrund der ausserordentlichen Lage in diesem FrĂŒhjahr wurde die Schweizer Bevölkerung vom Bundesrat aufgefordert möglichst zu Hause zu bleiben. In dieser ausserordentlichen Zeit wollten wir die Menschen motivieren, die Natur zu Hause zu entdecken. Dazu wurde der Blog «Natur zu Hause» ins Leben gerufen.
Der Blog erscheint jede zweite Woche und thematisiert die Natur vor unserer HaustĂŒre. Wir schreiben ĂŒber Wildtiere im Siedlungsgebiet, ĂŒber aktuelle Themen im Naturschutz und der Wissenschaft, erklĂ€ren zum Beispiel warum Lichtverschmutzung fĂŒr Wildtiere problematisch ist, geben Tipps, wie man den eigenen Garten oder Balkon wildtierfreundlich gestalten kann und welche Wildtiere und Vögel uns im Garten besuchen kommen, wie man mit Kindern Wildtiere entdecken kann und entfĂŒhren Dich so in die wunderbar vielfĂ€ltige Natur im Siedlungsgebiet.
In den BlogbeitrĂ€gen werden die Leserinnen eingeladen, Wildtiere im Alltag zu beobachten und diese Begegnungen auf unseren Meldeplattformen StadtWildTiere oder Wilde Nachbarn einzutragen. Durch das Zusammentragen der Beobachtungen auf den Plattformen entsteht ein aktuelles Bild der Verbreitung der Fauna im Siedlungsraum, welches zu einer frĂŒhzeitigen Erkennung von BestandesverĂ€nderungen beitrĂ€gt. So bilden diese Beobachtungsdaten die Grundlage fĂŒr die gezielte Förderung und Schutz der Wildtiere im Siedlungsgebiet.

Die erste Phase des Blogs konnten wir mit eigenen Mitteln finanzieren. FĂŒr die FortfĂŒhrung des Blogs sind wir aber auf eine zusĂ€tzliche Finanzierung angewiesen. Dazu haben wir ein Crowdfunding auf der Plattform wemakeit gestartet. Übrigens ist jede UnterstĂŒtzung gleich doppelt wertvoll, denn der Science-Booster der Gebert RĂŒf- Stiftung verdoppelt jeden gespendeten Beitrag!

Weitere Informationen findet ihr unter https://wemakeit.com/projects/natur-zu-hause. Das Crowdfunding lÀuft noch bis am 9. Oktober 2020. 

Wir freuen uns, wenn ihr euch das Projekt einmal anschaut - und freuen uns auf eure UnterstĂŒtzung!

Herzliche GrĂŒsse
euer «Natur zu Hause» Blogteam
 

15.09.2020

Die fĂŒnfte Ausgabe des Globalen BiodiversitĂ€tsausblicks (GBO-5) ist ein Abschlussbericht ĂŒber die Fortschritte im Hinblick auf die 20 globalen BiodiversitĂ€tsziele, die 2010 mit einer Frist bis 2020 vereinbart wurden, und bietet Erfahrungsberichte und gute Beispiele, wie wir auf den richtigen Weg finden. Auf dem Weg zu einem bahnbrechenden neuen globalen Rahmenwerk fĂŒr die biologische Vielfalt nach 2020: GBO-5 fasst die wissenschaftliche Grundlage fĂŒr dringende Maßnahmen zusammen.

Die Weltgemeinschaft hat ihre Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt deutlich verfehlt. Nach dem heute veröffentlichten "Global Biodiversity Outlook 5" wurde kein einziges der vor zehn Jahren fĂŒr 2020 gesetzten Ziele von den 196 Vertragsstaaten des Übereinkommens ĂŒber die Biologische Vielfalt (CBD) vollstĂ€ndig erreicht.

Zerstörung von Lebensraum, zu intensive Landnutzung, Überfischung, Umweltverschmutzung, die Einwanderung invasiver Arten und die ErdĂŒberhitzung bedrohen Millionen von Tieren und Pflanzen. Der Bericht zum Zustand der BiodiversitĂ€t lĂ€sst nur wenige Fortschritte erkennen, wie etwa bei der Ausweisung von Schutzgebieten.

The Global Biodiversity Outlook 5 (GBO-5) pdf

14.09.2020

Im Kanton Solothurn soll es weniger SchottergĂ€rten geben. Der Kantonsrat hat einen entsprechenden Auftrag aus den Reihen der SP am vergangenen Dienstag fĂŒr erheblich erklĂ€rt und damit an den Regierungsrat ĂŒberwiesen.

SchottergĂ€rten sind immer hĂ€ufiger anzutreffen in den Siedlungsgebieten der Schweiz. Sie sind so angelegt, dass sie möglichst keine Arbeit machen, eine Folie soll verhindern, dass Unkraut wĂ€chst. Hier soll möglichst wenig leben, keine Pflanzen und keine Tiere. In Solothurn haben sich nun KantonsrĂ€tinnen und KantonsrĂ€te entschieden, solchen steinigen WĂŒsten entgegen zu wirken. 

Mehr dazu im Grenchner Tagblatt. 

Empfehlenswertes Buch zum Thema: "GĂ€rten des Grauens" von Ulf Soltau.

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