News

05.01.2020

 
Zauneidechse: Männchen (links) und Weibchen (Bild Bea Schmuckli / stadtwildtiere.ch)

Kennen Sie die rund 15 Reptilienarten, welche im deutschsprachigen Raum Europas leben (D: 14 Arten, AU: 15, CH: 17 Arten)?

Die Zauneidechse ist eine der bekannteren Arten, die auch in G√§rten und Gr√ľnanlagen vorkommen kann. Sie hat einen gedrungenen K√∂rper und relativ kurzen, nicht mehr als k√∂rperlangen Schwanz, im Unterschied zur Mauereidechse, die grazil wirkt und deren Schwanz doppelt so lang wie der K√∂rper ist. Zauneidechsen brauchen Hecken mit Dickicht, Steinhaufen, Altgrasstreifen. Sie k√∂nnen weniger als die Mauereidechse entlang von Mauern in die H√∂he fliehen, weshalb sie h√§ufiger von Hauskatzen erbeutet werden.

Besuchen Sie das Zauneidechsen-Portrait auf den StadtWildTiere- und Wilde Nachbarn-Webplattformen und finden Sie dort Hinweise, wie die Art gefördert werden kann.

© Denis Torche / nosvoisinssauvages.ch
30.12.2019

Die Jahreswende steht bevor und dies soll gefeiert werden. H√§ufig geschieht dies mit dem Einsatz von Feuerwerk. Was f√ľr uns sch√∂n anzusehen ist, bedeutet f√ľr die Wild- und Haustiere Angst und Schrecken. Der pl√∂tzliche L√§rm und das Licht erschrecken die Tiere, die aus Panik fl√ľchten. W√§hrend der Flucht k√∂nnen Unf√§lle geschehen, die Tiere verbrauchen unn√∂tig Energie und meiden gewisse Gebiete danach teils f√ľr Wochen. Zudem kann der Schrecken bei den Tieren zu Fehlgeburten f√ľhren. Die √úberreste der Feuerwerksk√∂rper verbleiben oft in der Natur und geben Stoffe ab, die nicht dort hin geh√∂ren.

In der Schweiz tr√§gt das Feuerwerk zu 2% der gesamten Feinstaubemmision bei, obwohl Feuerwerke vor allem an zwei Tagen abgelassen werden. Dies ist auch f√ľr die Menschen relevant, da sich an diesen Tagen die Feinstaubbelastung erh√∂ht.

Aus diesen Gr√ľnden - den Tieren zuliebe - feiern Sie den Jahreswechsel doch ohne Knaller und Raketen.

17.12.2019

Wir suchen: 2¬†Praktikantinnen / Praktikanten 80 bis 100% ab April 2020 im Raum Luzern, St.Gallen, Zug, Z√ľrich und evtl. im Unterengadin

Ihre Aufgaben

  • Mitarbeit in Citizen Science-Projekten in Luzern, St.Gallen, Zug, Z√ľrich und evtl. im¬†Unterengadin im Rahmen der Meldeplattformen stadtwildtiere.ch und wildenachbarn.ch
  • Organisation und Koordination der Zusammenarbeit mit Freiwilligen, Schulklassen und¬†Lehrpersonen
  • Mithilfe bei verschiedenen Projekten in den Bereichen Wildtiermanagement, Naturschutz,¬†Stadt√∂kologie und Kommunikation
  • Diverse Feldarbeiten im Siedlungsgebiet sowie in Feld und Wald
  • Unterst√ľtzung im B√ľro, Datenerfassung, Datenaufbereitung, Berichte

Start: April 2020

Bewerbungen bis am 17. Januar 2020 gemäss Ausschreibung.

Weitere Infos in der Ausschreibung

© stadtwildtiere.ch
05.12.2019

In der Schweiz leistete im Jahr 2016 laut dem¬†Bundesamt f√ľr Statistik¬†fast 43% der Bev√∂lkerung Freiwilligenarbeit und generierten zusammen mit Haus- und Familienarbeit einen gesch√§tzten Geldwert von 408 Milliarden Franken.

Auch bei den Projekten StadtWildTiere und Wilde Nachbarn sind die motivierten freiwilligen Helfer und Helferinnen eine grosse St√ľtze. Sie tragen dazu dabei, Beobachtungen von Wildtieren zu sammeln und erm√∂glichen die Durchf√ľhrung von gr√∂sseren Projekten.

Anl√§sslich des Tages der Freiwilligen m√∂chten wir uns ganz herzlich bei allen denen bedanken, die sich in ihrer Freizeit f√ľr StadtWildTiere und Wilde Nachbarn engagieren!

 

09.11.2019

Ausgehend von der R√ľckkehr der W√∂lfe in die Schweiz geht der Dokumentarfilm auf Spurensuche, um dieses missverstandene, intelligente und soziale Raubtier n√§her kennen zu lernen. Er geht den zentralen Fragen nach: Wer ist der Wolf, wie und wo lebt er? Welche Aufgabe hat er in unserem √Ėkosystem? K√∂nnen wir mit ihm zusammen leben? Woher stammt die Angst vor dem Wolf?
Die filmische Reise f√ľhrt von der Schweiz via Deutschland, √Ėsterreich nach Osteuropa und Nordamerika, wo frei lebende Wolfsrudel seit jeher existieren. Die dortigen Experten verfuŐągen uŐąber Wissen und Erfahrungen, von denen die Schweiz profitieren kann. Betroffene Schafshirten bringen ihre Sichtweise ein.
 
Idee // Buch // Regie : Thomas Horat
Kamera : Luzius Wespe
Ton : Thomas Horat
Schnitt : Guido Henseler
Musik : Artra Trio, Musik im Abspann: C. Gibbs
Tonschnitt // Mischung // Sounddesign : Oswald Schwander
Rerecording Mixer : Jörg Höhne +++ Oswald Schwander
Produktion : Settebello Film GmbH +++ Verleih : mythenfilm
 

Webseite zum Film

Trailer zum Film

31.10.2019

Erdhummel (¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch)

In einer neuen Studie, publiziert am 31. Oktober 2019 im renommierten Wissenschaftsjournal Nature, wird f√ľr den Zeitraum von 2008 bis 2017 ein erschreckender R√ľckgang der Insekten nachgewiesen. Besonders stark ist der R√ľckgang in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, wo zwischen 2008¬†und 2017¬†die Biomasse der Insekten um 67%, die Anzahl Individuen pro Art um durchschnittlich 78% und die Anzahl der Arten um 34% abnahm. Ein drastischer R√ľckgang sowohl der Biomasse (41%)¬†als auch bei der Anzahl Arten (36%), nicht aber in der Individuenzahl pro Art, war auch in Waldgebieten zu verzeichnen.¬†

Die Daten wurden in drei Regionen Deutschlands erhoben und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener deutscher¬†und schweizer Forschungseinrichtungen ausgewertet und diskutiert. Die deutlichen Resultate d√ľrften auch auf die Verh√§ltnisse in anderen mitteleurop√§ischen Gebieten √ľbertragbar sein.

Der R√ľckgang der Insekten ist nicht nur f√ľr diese selber gravierend, Insekten bilden auch die Nahrungsgrundlage f√ľr viele andere Tiere und spielen eine wichtige Rolle bei der Best√§ubung von Kulturpflanzen.¬†

Link zum Abstract der Publikation

20.10.2019


Admiral (© Elisabeth Michel / stadtwildtiere.ch)

Ein mit einer illegalen Substanz verunreinigtes Spritzmittel aus der Landi mit Namen Pirimicarb hat Hunderttausende Bienen in der Schweiz get√∂tet. Ein Aargauer Imker hatte k√ľrzlich der Polizei gemeldet, dass seine 24 Bienenv√∂lker, rund 600'000 Bienen, auf mysteri√∂se Weise innert Tagen gestorben seien, berichtet die ¬ęSonntagsZeitung¬Ľ. Dem - wie in der Sonntagszeitung geschrieben steht - "harmlosen" Insektizid gegen Blattl√§use war ein illegaler Stoff beigemischt.

Was in den Zeitungsartikeln nicht erwähnt wird: das Gift hat sicher nicht nur Honigbienen getötet, sondern auch viele andere Insekten. 

Artikel in der Sonntagszeitung vom 20. Oktober 2019

10.10.2019


Jungwöfe am Piz Beverin ( © Pius Furger)

Am 4. Oktober 2019 verf√ľgte der Kanton √ľber die Regulierung des Wolfsrudels rund um den Beverin. Am Wochenende vom 6./7. hat die Wildhut zwei Jungw√∂lfe erlegt, wie das¬†Amt f√ľr Jagd und Fischerei, Kanton Graub√ľnden am 10.10.2019 in einer¬†Medienmitteilung bekanntgab.

Die Tiere werden nun im Tierspital der Universit√§t Bern untersucht und an der Universit√§t Lausanne genetisch identifiziert. Solange der Vollzug der Bestandesregulation andauert, werden keine weiteren Details zu Ort und Zeit der Aktionen bekannt gegeben. Das Amt f√ľr Jagd und Fischerei (AJF) wird periodisch √ľber das Fortschreiten der Umsetzung informieren.

Das AJF wurde beauftragt, insgesamt vier Jungw√∂lfe im Streifgebiet des Beverinrudels zu entnehmen. Dieses Streifgebiet wird begrenzt durch Hinterrhein, Vorderrhein, Glenner, Valserrhein und die Linie Vals ‚Äď B√§renhorn ‚Äď Nufenen. Im Rudel waren 2019 7 Jungw√∂lfe beobachtet worden.¬†

Im Fr√ľhsommer 2019 gelang Pius Furger in der Region Heinzenberg-Safiental-Piz Beverin spektakul√§re¬†Aufnahmen der spielenden Jungw√∂lfe (aus geb√ľhrender Distanz mit einem Teleobjektiv). Im Verlauf des Sommers zog das Rudel um, wie dies bei Wolfsrudeln einige Wochen nach der Geburt der Jungw√∂lfe¬†√ľblich ist.

Filmaufnahmen¬†von Pius Furger, online¬†in einem Artikel der Zeitung S√ľdostschweiz¬†

08.10.2019

Die Reform des Jagdgesetzes, welche das Parlament in der Herbstsession 2019 gutgeheissen hat, wird voraussichtlich 2020 an die Urne kommen. Das neue Gesetz will den Schutz wildlebender Tiere¬†in der Schweiz lockern. So soll der Bundesrat k√ľnftig bisher gesch√ľtzte Arten wie Biber, Luchs, Wolf, Fischotter, Graureiher, G√§nses√§ger, Steinadler & Co. als regulierbar einstufen k√∂nnen. Anstatt Schutzmassnahmen zu ergreifen, sollen ¬ęproblematische¬Ľ Wildtiere pr√§ventiv dezimiert werden d√ľrfen,¬†um allf√§llige Sch√§den zu verhindern.

Kanton k√∂nnen neu √ľber die Dezimierung entscheiden

Von den Natur- und Tierschutzorganisationen als¬†besonders problematisch beurteilt, sollen k√ľnftig¬†die Kantone in Eigenregie √ľber das Dezimieren von sogenannten "Problemtieren" oder "Problempopulation" entscheiden d√ľrfen, trotz deren Schutzstatus. Die Gegner des neuen Jagdgesetzes weisen darauf hin, dass bereits heute der Bund die Dezimierung von Problembest√§nden erlauben kann, wie aktuell der Abschuss von 4 Jungw√∂lfen im Kanton Graub√ľnden zeigt. In diesem Punkt das Gesetz zu lockern, ist deshalb nicht notwendig.

Referendum: bis am 16. Januar 2020 50'000 Unterschriften

Natur- und Tierschutzorganisationen haben deshalb das Referendum gegen das neue Gesetz ergriffen und m√ľssen nun bis am 16. Januar 2020 50'000 Unterschriften sammeln.¬†

Unterst√ľtzt werden sie dabei von folgenden Organisationen und Institutionen: Pro Natura, Birdlife Schweiz, WWF Schweiz, Gruppe Wolf Schweiz, Mountain Wilderness, Schweizer Tierschutz STS, Stiftung Tier im Recht TIR, NetAP Network for Animal Protection, Tierpartei Schweiz, Verein CHWolf, Fondation Franz Weber, Helvetia Nostra und Z√ľrcher Tierschutz (Stand September 2019). Auch Die SP und die Gr√ľnen unterst√ľtzen das Referendum. Gesammelt wird auch in Zoos und Tierparks, etwa im Zoo Z√ľrich und Tierpark Goldau.

20.09.2019

Foto: Nicolas Armer, Keystone

Neue Studien weisen nach, dass die weltweit h√§ufig eingesetzten Insektizide der Gruppe der Neonicotinoide mit verantwortlich sind am dramatischen R√ľckgang der Vogelpopulationen in Landwirtschaftsgebieten.

Der TagesAnzeiger gibt einen √úberblick √ľber die k√ľrzlich publizierten wissenschaftliche Arbeiten, eine davon √ľber Untersuchungen an Sperlingen der Universit√§t Neuch√Ętel.

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