News

27.10.2018


© Peter KÀser / stadtwildtiere.ch

Viele kleine Wildtiere wie Igel oder Zauneidechsen sind im Winter auf Asthaufen und andere Strukturen angewiesen. In diesen können sie gut geschĂŒtzt den Tag verbringen oder ihren Winterschlaf halten. In unseren aufgerĂ€umten Siedlungsgebieten sind solche sicheren Tagesquartiere selten geworden. Um Kinder fĂŒr diese ZusammenhĂ€nge zu sensibilisieren, fĂŒhrt das Projekt StadtWildTiere diesen Herbst in der Stadt St.Gallen Asthaufenaktionen mit Schulklassen durch.

Wenn die Tage kĂŒrzer werden und die BlĂ€tter von den BĂ€umen fallen, beginnt vielerorts das grosse AufrĂ€umen in den GĂ€rten und GrĂŒnanlagen. Dabei wird oft vergessen, dass gerade im Winter kleine Wildtiere geschĂŒtzte Orte brauchen, um die kalte Jahreszeit zu ĂŒberdauern. DafĂŒr bieten ihnen Ast-, Laub- und Steinhaufen Unterschlupf. Von den Versteckmöglichkeiten profitieren nebst den Igeln auch Amphibien, Reptilien, zahlreiche KĂ€ferarten, Ameisen und Wiesel. Das Holz der Äste und die Insekten, die es anlockt, bieten den Tieren nicht nur Schutz, sondern auch Nahrung.

Im Rahmen des diesjĂ€hrigen Schwerpunktprogramms des Projekts StadtWildTiere zur Förderung von Igeln in der Stadt St.Gallen, werden mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern Asthaufen gebaut. Lehrpersonen von sieben SchulhĂ€usern beteiligen sich mit ihren Klassen an der Aktion. In Zusammenarbeit mit StadtgrĂŒn wurden auf den Schularealen vorgĂ€ngig sinnvolle Standorte fĂŒr die Asthaufen festgelegt. StadtgrĂŒn bereitet zudem das Ast- und Laubmaterial vor und die Kinder schichten es zu grossen Haufen auf. Dabei lernen die Kinder nicht nur, was ein gutes Schlaf- oder Winterquartier ausmacht, sondern auch allerlei Spannendes, vor allem ĂŒber den Igel. Auch StadtrĂ€tin Maria Pappa unterstĂŒtzt das Projekt und baut am 25. Oktober zusammen mit einer Schulklasse Unterschlupfmöglichkeiten fĂŒr die Wildtiere.

Medienmitteilung vom 26. Oktober 2018
Stadt St.Gallen und Projekt StadtWildTiere St.Gallen

Igelrucksack: Abwechslungsreiches Unterrichtsmaterial fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler des Primarschulalters. Der Igelrucksack eignet sich insbesondere als Vor- oder Nachbereitung der Aktion Asthaufen, bei welcher das Projektteam StadtWildTiere St. Gallen mit den Schulklassen auf dem Schulhausareal Asthaufen fĂŒr Igel und andere Wildtiere baut. Der Rucksack kann bei der WWF-Sektion Ostschweiz ausgeliehen werden.

16.10.2018

Der erste Platz im Migros-Voting fĂŒr Umweltprojekte steht nach einem wahren Aufholkrimi fest: Das Projekt "Wilde Nachbarn in der Schweiz" erhielt in der online-Abstimmung der Migros bis am 15. Oktober 2018 am meisten Stimmern und kann nun vollumfĂ€nglich umgesetzt werden! Ein herzliches Dankeschön an alle, die dem Projekt ihre Stimme gegeben haben.

Die vier Projekte gemÀss Reihenfolge in der Abstimmung

1. Wilde Nachbarn in der Schweiz, Verein StadtNatur
2. Nur Fische im Bach? Aqua viva
3. Filme fĂŒr die Bildung, Verein Filme fĂŒr die Erde
4. Singen wie die Vögel, Birdlife Schweiz.

WofĂŒr wir den Migros-Beitrag einsetzen wollen: es sollen regionale Wilde Nachbarn-Projekte in sieben neuen Regionen der Schweiz entstehen, in den drei Landesregionen und drei Landessprachen. Wir starten noch in diesem Herbst mit den Vorbereitungen.

Zum Hintergrund: Die Migros und die 5-Rappen-PlastiksÀckchen

Im November 2016 ersetzte die Migros die bisherigen EinwegtĂŒten durch SĂ€cklein aus Recyclingmaterial. Die Einweg-PlastiksĂ€ckchen an den Migros-Kassen kosten 5 Rappen. Damit ist es der Migros gelungen, den Verbrauch um 84% Prozent zu reduzieren. Den Gewinn, der aus dem Verkauf der Einweg-PlastiksĂ€ckchen erzielt wird, spendet die Migros vollumfĂ€nglich.

11.10.2018

Ihre Katze – unsere Forscherin!

Katzen landauf und landab bringen immer wieder MĂ€use oder andere kleine SĂ€ugetiere nach Hause. Anstatt diese „Geschenke“ heimlich zu entsorgen, können Katzenhalterinnen und Katzenhalter die Beute an das Naturmuseum Solothurn weiterverschenken. Denn diese toten MĂ€use bieten einen Fundus an neuen Informationen. So ist wenig ĂŒber das Vorkommen und die Verbreitung der MĂ€use, SpitzmĂ€use, FledermĂ€use, SchlĂ€fer und Kleinraubtiere bekannt. Bei der Erforschung von KleinsĂ€ugern können Katzen eine wichtige Rolle spielen. Doch wurden sie bisher als Forscherinnen in diesem Bereich massiv unterschĂ€tzt: Die 1,4 Millionen FreigĂ€nger-Katzen in der Schweiz erbeuten geschĂ€tzt 10 Millionen MĂ€use und andere KleinsĂ€uger pro Jahr.

Seit Mai 2018 lĂ€uft das Projekt „Zeig‘ mir Deine Maus, Katze!“ des Naturmuseum Solothurns, bei dem die Katzenhalterinnen und Katzenhalter in den Kantonen Bern und Solothurn aufgefordert werden, die Beutetiere ihrer Katzen zu sammeln und einer der 16 Abgabestellen zu ĂŒberreichen. Bisher wurden ĂŒber 400 Tiere abgegeben, 189 davon konnten bereits auf die Art bestimmt werden. Die bisher analysierten Tiere stammen aus fĂŒnf Familien und 17 Arten: MaulwĂŒrfe (1 Art), LangschwanzmĂ€use (3 Arten), SchlĂ€fer (3 Arten), SpitzmĂ€use (6 Arten) und WĂŒhlmĂ€use (4 Arten). Von 72 Tieren wurden genetische Proben genommen und ins Labor der Fachhochschule WĂ€denswil (ZHAW) geschickt.

Mit diesen Ergebnissen werden die Kenntnisse zu der Verbreitung der KleinsĂ€uger erweitert, gleichzeitig bieten sie eine Grundlage fĂŒr Fördermassnahmen fĂŒr seltene oder geschĂŒtzte Arten. Die Daten werden in den neuen SĂ€ugetieratlas der Schweiz und Liechtenstein, der 2021 erscheinen wird, einfliessen.

Das Projekt lĂ€uft noch bis Ende November 2018 weiter. Das Naturmuseum Solothurn freut sich ĂŒber jede Maus, die den Weg ins Projekt findet. Seltene Arten wie die Wasserspitzmaus oder die KleinwĂŒhlmaus fehlen bisher unter den Nachweisen. Und auch von vermeintlich hĂ€ufigen Arten wie der Rötelmaus oder der Hausmaus wurden bisher nur wenige Tiere abgegeben. Um hier noch etwas mehr zu erfahren, sind wir weiterhin auf die Mithilfe der Katzen angewiesen. Doch es muss nicht immer eine Katze sein: Auch anderweitig tot aufgefundene Tiere nehmen wir sehr gerne entgegen.

Der Zwischenbericht zum Stand des Projektes „Zeig‘ mir Deine Maus Katze“ kann auf der Webseite des Naturmuseums und unter dem Link www.bit.ly/katze-maus eingesehen werden.

01.10.2018


Weissstorch © Jacqueline Hurt / stadtwildtiere.ch

Die Wilden Nachbarn - das Schwesterprojekt der StadtWildTiere - ist eines von vier Umweltprojekten, welches die Migros 2018 mit einem namhaften Beitrag unterstĂŒtzt. Nun kann jeder und jede in einer öffentlichen online-Abstimmung darĂŒber abstimmen, wie hoch ein Zusatzbeitrag fĂŒr die Projekte ausfĂ€llt. Stimmen Sie ab fĂŒr die Wilden Nachbarn und ermöglichen Sie, dass das Projekt in weiteren Regionen lanciert werden kann! Vielen Dank!

Abtimmen und weitersagen! 

Hier geht es zur Migros-Abstimmung (einloggen, runterscrollen, abstimmen, weitersagen) 
 

30.09.2018


Feuersalamander (Bild schubini/stadtwildtiere.ch)

Diese schönen Feuersalamander hat die Beobachterin schubini auf StadtWildTiere gemeldet und dazu geschrieben: "Die Feuersalamander habe ich am Ende meiner Kellertreppe gefunden. Sie wurden von mir gerettet, da sie nicht mehr hochklettern konnten . Jetzt steht immer ein Brett zum hochklettern bereit." - Oft können einfache Maßnahmen helfen, Gefahren fĂŒr Wildtiere zu entschĂ€rfen.

Siehe dazu auch Newsbeitrag vom 12.9.2018

 

26.09.2018

Ein neue Studie, publiziert in der renommierten Wissenschaftszeitschrift PNAS, weist nach, dass Glyphosat, das auch bei uns am hĂ€ufigsten angewendete Pflanzenvernichtungsmittel, fĂŒr Bienen gefĂ€hrlich ist. Glyphosat ist z.B. ein Wirkstoff in Roundup, einem Pestizid der Firma Bayer (ehemals Monsanto).

Die Internationale Agentur fĂŒr Krebsforschung (IARC), eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), stufte Glyphosat im MĂ€rz 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Die schĂ€dliche Wirkung auf Menschen und Tiere ist jedoch nach wie vor umstritten und der Wirkstoff allgemein zugelassen.

Originalartikel im Wissenschaftsmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS)

Artikel im SPIEGEL

22.09.2018

© Markus Bohler / wildenachbarn.ch

Gestern Samstag, 22. Sept. ist im Naturmuseum Winterthur die Eichhörnchen-Ausstellung gestartet. Der StadtprĂ€sident Michael KĂŒnzle persönlich eröffnete zusammen mit der Museumsdirektorin Daniela Zingg die sehenswerte Ausstellung. Das Museumsteam hat mit viel Liebe fĂŒrs Detail eine FĂŒlle von spannenden Informationen rund um das Eichhörnchen zusammengetragen. Auch die StadtWildTiere Winterthur tragen mit Daten von Winterthurer Eichhörnchenbeobachtungen zur Ausstellung bei. Die Ausstellung, die noch bis FrĂŒhling 2019 lĂ€uft, ist fĂŒr alle Wildtierinteressierte unbedingt einen Besuch wert.

Weitere Informationen zur Ausstellung im Naturmuseum Winterthur

12.09.2018

SchĂ€chte und offene Gruben mit steilen WĂ€nden sind eine Gefahr fĂŒr kleine Wildtiere wie z.B. Amphibien. Sie fallen hinein und können nicht mehr herauskriechen. Eine einfache Ausstiegshilfe wie ein Brett in einem alten Gartenteich oder dieses gelochte Blech im Wasserschacht sind eine ebenso einfache wie lebensrettende Massnahme. Das Beispiel stammt aus dem Friedhof Nordheim in ZĂŒrich.

Detailsinformationen zu Ausstiegshilfen fĂŒr Amphibien

Vermeiden von Gefahren fĂŒr Igel und andere kleine FussgĂ€nger, Merkblatt

06.09.2018

Wir freuen uns riesig: Das Projekt Wilde Nachbarn – die Meldeplattform fĂŒr Wildtierbeobachtungen aus lĂ€ndlichen Siedlungsgebieten und das Schwesterprojekt der StadtWildTiere - wurde von der Migros als eines von vier Umwelt-Projekten ausgewĂ€hlt, das 2018 aus dem Gewinn des 5-Rappen-PlastiksĂ€ckchen-Verkaufs unterstĂŒtzt wird. Der Basis-Beitrag ist fĂŒr jedes Projekt 100‘000.-!

Nun entscheidet eine online-Abstimmung (sie lĂ€uft noch bis am 16. Okt. 2018!) ĂŒber die Höhe einer zusĂ€tzlichen UnterstĂŒtzung fĂŒr die vier ausgewĂ€hlten Projekte:

  • Der 1. Platz erhĂ€lt zusĂ€tzlich 50‘000.-
  • der 2. Platz 30‘000.-
  • der 3. Platz 20‘000.-.
  • der 4. Platz erhĂ€lt den Basis-Beitrag

Auch Sie können mitbestimmen, ob die Wilden Nachbarn in neuen Regionen und in drei Landessprachen gestartet werden können.

Die Wilden Nachbarn wollen mit der Beobachtungsmeldeplattform

  • Wildtiere im Siedlungsraum fĂŒr alle erlebbar machen,
  • WissenslĂŒcken schliessen mit Projekten zu Tierarten wie Igel, Eichhörnchen und Wildbienen
  • Mit konkreten Massnahmen BiodiversitĂ€t im Siedlungsraum und anderswo fördern

Die Abstimmung ist am 06.09.2018 gestartet und dauert bis am 16.10.2018 auf der Migros-Webseite.
Wir freuen uns ĂŒber jede Stimme, die fĂŒr unser Projekt „Wilde Nachbarn in der Schweiz“ abgegeben wird.

Herzlichen Dank - fĂŒrs Abstimmen und Weitersagen!
Anouk Taucher, Adrian Dietrich, Sandra Gloor
und das Wilde Nachbarn-Team

Wilde Nachbarn Schweiz

Hier geht es zur Migros-Abstimmung

P.S.: Übrigens: Seit die PlastiksĂ€ckchen der Migros 5 Rappen kosten, reduzierte sich der Verbrauch um 84%. Der Gewinn, der aus dem Verkauf der SĂ€ckchen erzielt wird, spendet die Migros jĂ€hrlich an ausgewĂ€hlte Umweltprojekte. Dieses Jahr wird mit Einnahmen von einer halben Million gerechnet.

05.09.2018


SiebenschlÀfer unter einem Wellblechdach (© Mirjam Wyrsch / wildenachbarn.ch)

WĂ€hrend wir die warmen SpĂ€tsommerabende geniessen, haben viele Wildtiere bereits mit den Wintervorbereitungen begonnen. Im Herbst bieten die einheimischen StrĂ€ucher, BĂŒsche und BĂ€ume viel NahrungfĂŒr Wildtiere in Form von NĂŒssen, FrĂŒchten und Samen. Oft gelingt es jetzt, die sonst nachtaktiven SiebenschlĂ€fer beim Anfressen des Winterspecks zu beobachten.

Im Rahmen der „Aktion SiebenschlĂ€fer“ wird die Bevölkerung der Schweiz und Liechtensteins aufgerufen, SiebenschlĂ€fer und weitere Wildtiere auf der Meldeplattform sĂ€ugetieratlas.wildenachbarn.ch einzutragen, idealerweise mit Foto. Die Meldungen fliessen in den neuen SĂ€ugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins ein, welcher zurzeit von der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr Wildtierbiologie SGW erarbeitet wird.

Hier geht es zu weiteren Infos und zum ArtportrÀt des SiebenschlÀfers.

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