News

31.08.2018

Das Vogelsterben durch das tropische Usutu-Virus setzt sich auch in diesem Jahr fort und erfasst weitere Regionen in Deutschland. Besonders Amseln sind betroffen. NABU und Tropenmediziner bitten die Bevölkerung, kranke oder verendete Tiere zu melden und möglichst zur Untersuchung einzusenden. Bereits 1’500 Meldungen von Usutu-VerdachtsfĂ€lle sind beim NABU eingegangen, knapp zwei Drittel davon alleine im August.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf naturschutz.ch oder auf der Seite des NABU.

08.07.2018


Biber an der Limmat (© Mischa Sommer / stadtwildtiere.ch)

Die Biber an der Limmat, welche auf stadtwildtiere.ch immer wieder gemeldet wurden, haben Nachwuchs bekommen. Der TagesAnzeiger berichtet davon. Biber werden auch von verschiedenen anderen StÀdten gemeldet, z.B. von Luzern oder - seit vielen Jahren - auch von Wien, zu vielen Beobachtungen wurden spannende Bildern hochgeladen. Ein Blick in die Galerie des BiberportrÀts lohnt sich auf jeden Fall ch.stadtwildtiere.ch/tiere/biber

21.06.2018

Copyright: ReFurArt

Hier geht es zur Pressemitteiling des Leibniz-Instituts fĂŒr Zoo- und Wildtierforschung

20.05.2018

Rothirsche in der Verzasca © Verena Boeckli / wildenachbarn.ch

Eine spektakulĂ€re Beobachtungsmeldung hat unsere Meldeplattform Wilde Nachbarn im April aus dem Tessin erreicht. Die Melderin schreibt dazu: "15 Rothirsche (alle mĂ€nnlich in verschiedenen Altersstufen) schwammen im Fluss ca. 100 Meter weit in Richtung von meinem Beobachtungsplatz, bis sie dann am anderen Ufer wieder an Land gingen und zwischen den BĂŒschen verschwanden." Herzlichen Dank fĂŒr die Meldung dieser tollen Beobachtung!

14.05.2018

Wolf bei Horgen gesichtet (PD)

Wie KORA berichtet, hat am Montag, 14. Mai 2018, vormittags, eine Privatperson in einem Weiler auf dem Gemeindegebiet von Horgen von ihrem Haus aus ein hundeĂ€hnliches Tier gesichtet und fotografiert. Die ÜberprĂŒfung des Bildes durch Fachleute hat zweifelsfrei ergeben, dass es sich um einen Wolf handelt. FĂŒr das Aussehen eines Wolfs typisch ist neben der Ähnlichkeit mit einem SchĂ€ferhund der relativ kurze Schwanz und die helle Gesichtsmaske.

Horgen liegt nur gerade 20 Min. mit der Bahn von ZĂŒrich entfernt. Es besteht kein Grund zur Sorge, denn Wölfe sind scheu und zurĂŒckhaltend. Respekt ist allerdings angesagt, wie die kantonale Jagdverwaltung schreibt.

11.05.2018

«Luzern grĂŒnt» von der Stadt Luzern hat am 1. Mai das Projekt «StadtWildTiere» lanciert. Die Luzerner Umweltorganisationen WWF, BildLife und Pro Natura haben am Dienstag zu einem Vortrag und Abendspaziergang eingeladen, um die in der Stadt vorkommenden Wildtiere besser kennen zu lernen. Das zahlreich erschienene Publium genoss einen spannenden Abend mit einigen Überraschungen bei herrlichem Vorsommerwetter.

Warm, trocken und vielfÀltig

Sandra Gloor ist Biologin des BĂŒros Swild aus ZĂŒrich und hat das Projekt StadtWildTiere von der ersten Stunde her mitentwickelt. Das Citizen-Science-Projekt bezieht die Bevölkerung ins Kennenlernen und SchĂŒtzen von stĂ€dtischen Wildtieren und Pflanzen mit ein. In einem Referat zeigte sie auf, wie dynamisch sich die StĂ€dte weltweit entwickeln. Seit etwa einem Jahrzehnt leben mehr Personen in StĂ€dten als im lĂ€ndlichen Raum. StĂ€dte werden damit auch fĂŒr die Natur als Nischen-reiche ErsatzlebensrĂ€ume fĂŒr viele Tier- und Pflanzenarten immer wichtiger. So dienen Hausmauern als Felsen fĂŒr brĂŒtende Vögel, BrĂŒcken als Höhlen fĂŒr FledermĂ€use oder Hecken und BĂ€ume in PĂ€rken, GĂ€rten oder gar DĂ€cher als Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten. StĂ€dte sind wĂ€rmer und trockener als ihre Umgebung und beherbergen deshalb auch Arten, die im Umland nicht gedeihen könnten. So sind zum Beispiel FeigenbĂ€ume in Luzern keine Seltenheit. Sandra Gloor zeigte mit einem Blick auf die Meldeplattform luzern.stadtwildtiere.ch, was seit dem Start des Projekts in Luzern von Privatpersonen bereits entdeckt und gemeldet wurde: Ein Biber entschwindet unweit der Reussinsel ins Wasser, ein Reh schaut im Friedhof Friedental verdutzt in die Kamera, ein IgelmĂ€nnchen macht dem anderen das Futter streitig.

Die Stadt Luzern ist wilder als man denkt

Was sich schon in einer knappen Stunde in der Stadt entdecken lĂ€sst, zeigte Biologe und Stadtrat Adrian Borgula dem Publikum anschliessend an das Referat auf eindrĂŒckliche Art und Weise. Er ist ein Kenner der Vogelarten in der Museggmauer und eröffnte dem Publikum als Erstes eine Blick auf Turmdohlen beim Nestbau. Die stĂ€dtische Turmdohlen-Population in Luzern ist schweizweit einzigartig. Auch die GĂ€nsesĂ€ger fĂŒhlen sich in der Museggmauer ausserordentlich wohl. Im Zyt- und Pulverturm brüten GĂ€nsesĂ€ger mit zunehmendem Erfolg, auch dank dem Engagement der Ornithologischen Gesellschaft der Stadt Luzern. Mittlerweile sind es 27 Brutpaare, die ihre Jungen im Mai auf teils abenteuerlichen Wegen und in mehreren halsbrecherischen SprĂŒngen hinunter zur Reuss fĂŒhren, wo die geschickten FischjĂ€ger dann ihren eigentlichen Lebensraum beziehen. Auch die ĂŒberwiegend in wĂ€rmeren Gefilden lebenden Alpen- und Mauersegler flogen den Mauern entlang und jagten Insekten. HĂ€tte man sich in der untergehenden Sonne an die Museggmauer gelehnt und wĂ€re still verharrt, hĂ€tte man mit Bestimmtheit noch die eine oder andere Überraschung durch Wildtiere erlebt. Die Stadt Luzern ist nicht nur reich an Geschichte und Kultur, auch ihre Natur gilt es zu entdecken und zu fördern.

11. Mai 2018
Medienmitteilung des WWF Luzern, Kurt Eichenberger

11.05.2018

Ihre Katze – unsere Forscherin!
Bringt Ihre Katze ab und zu eine Maus oder ein anderes kleines SĂ€ugetier nach Hause? Auf diese Tiere hat es das Naturmuseum Solothurn ab sofort abgesehen. FĂŒr den neuen SĂ€ugetieratlas der Schweiz und Liechtenstein möchten wir im Projekt „Zeig mir Deine Maus, Katze!“ mehr ĂŒber Vorkommen und Verbreitung der kleinen SĂ€ugetiere in den Kantonen Bern und Solothurn erfahren.
Ihre Katze könnte dabei eine tĂŒchtige Mitarbeiterin sein! Schnappen Sie Ihrer Katze die tote Beute weg und ĂŒbergeben Sie uns die erhaschte Beute. Aber auch tote Tiere aus Fallen, AmphibienkĂŒbeln oder jene, die am Wegesrand liegen, finden wir spannend. Wir freuen uns bis weit in den Herbst 2018 ĂŒber alle MĂ€use, SpitzmĂ€use, FledermĂ€use, MaulwĂŒrfe, Wiesel, SiebenschlĂ€fer und alle anderen kleinen SĂ€uger.

Was tun mit einer toten Maus?
Sie stehen jetzt vor einem toten kleinen SĂ€ugetier und fragen sich, wie es weitergeht? Sie packen das Tierchen in einen Plastiksack. Sie fĂŒgen einen Zettel mit Ihrem Namen und Adresse sowie den Fundort und Funddatum des Tottieres bei. Idealerweise bringen Sie das Tierchen nun möglichst rasch zu einer unserer Abgabestellen: Weit verstreut ĂŒber die beiden Kantone nehmen ausgewĂ€hlte TierĂ€rzte, NaturpĂ€rke und Naturmuseen Ihren Fund fĂŒr uns entgegen. Wir bestimmen das Tier spĂ€ter morphologisch oder lassen es genetisch untersuchen. Haben Sie uns Ihre Mailadresse mitgeteilt, erhalten Sie daraufhin eine Nachricht von uns, um welche Art es sich bei Ihrer Maus handelt.
Informationen zu den Abgabestellen, zu MĂ€usen und Katzen und unserem Projekt erhalten Sie auf unserer Webseite: www.bit.ly/katze-maus.

Warum MĂ€use sammeln?
Rund 90 wildlebende SĂ€ugetierarten kommen in der Schweiz vor. Der Grossteil davon machen die MĂ€use, SpitzmĂ€use, FledermĂ€use und die Kleinraubtiere aus – und doch wissen wir herzlich wenig ĂŒber ihr Vorkommen und die Verbreitung. Mit Ihrer Hilfe nehmen wir nun die Situation der KleinsĂ€uger in den Kantonen Bern und Solothurn genauer unter die Lupe. Die Daten fliessen in den neuen Verbreitungsatlas der SĂ€ugetiere der Schweiz und Liechtenstein ein.

Die Katze im Dienst der Wissenschaft
Über 1.4 Millionen Katzen leben in der Schweiz. Viele davon sind ausgeprĂ€gte JĂ€gerinnen und bringen Beutetiere nach Hause. Auch wenn es kaum zu glauben ist: Es sind spannende Informationen, die Ihre Katze nach Hause bringt. Denn als Totfunde können die Beutetiere auf die Art bestimmt werden und geben wertvolle AuskĂŒnfte ĂŒber Verbreitung der KleinsĂ€uger und deren lokale Artenzusammensetzung.

Und ĂŒbrigens interessieren wir uns auch fĂŒr lebende Tiere
Gerne können Sie können uns auch Bilder von lebenden Tieren schicken. Zur Artbestimmung benötigen wir Aufnahmen von Körper, Bauch, Kopf, Ohr und Schwanz.
Schicken Sie Ihre Fotos an saeugetieratlas@solothurn.ch.

Projektorganisation
Die TrĂ€gerschaft ist die Schweizerische Gesellschaft fĂŒr Wildtierbiologie (SGW – SSBF). Das Projekt wird vom Naturmuseum Solothurn zusammen mit dem WildtierbĂŒro Quadrapoda in Bern durchgefĂŒhrt.

FĂŒr Fragen und AuskĂŒnfte erreichen Sie uns unter:
Telefon: 031 328 33 53
Mail: saeugetieratlas@solothurn.ch

05.05.2018

Natur macht nicht Halt vor Stadtgrenzen. GrĂŒnanlagen, die Umgebung von Wohnsiedlungen, aber auch begrĂŒnte FlachdĂ€cher und GĂ€rten bieten vielen Wildtieren abwechslungsreiche LebensrĂ€ume. Die Artenvielfalt in StĂ€dten wie Luzern, St.Gallen oder Bern ist deshalb erstaunlich groß.

Melden Sie Ihre Wildtier-Beobachtungen von Luzern!

Viele Wildtiere leben versteckt oder nachtaktiv und werden deshalb von der Stadtbevölkerung oft nicht wahrgenommen. Auf stadtwildere.ch können Sie Ihre Beobachtungen melden oder herausfinden, welche Wildtiere in Ihrem Quartier oder an Ihrem Arbeitsort schon beobachtet wurden. Eine Galerie zeigt Bilder von Wildtieren aus Luzern und anderen Schweizer StÀdten oder Regionen und Sie finden Tipps, wie Sie selber Igel, Dachs und Co. auf die Spur kommen können.

News und Agenda von Luzern

In den News erfahren Sie, was aktuell in Sachen Wildtiere in Luzern und anderen Schweizer StÀdten lÀuft. Die Agenda gibt Hinweise auf AnlÀsse in Luzern und schweizweit. Ein Newsletter bietet vier Mal jÀhrlich Informationen und Beobachtungstipps. Wir laden Sie ein, den Newsletter zu abonnieren, Ihre Beobachtungen zu melden und die faszinierende Welt der Wildtiere in den Quartieren von Luzern zu entdecken.

StadtWildTiere Luzern und "Igel gesucht" in Luzern

Das Projekt StadtWildTiere Luzern startet 2018 mit der Meldeplattform fĂŒr Wildtierbeobachtungen und dem Projekt "Igel gesucht". Weitere Informationen zum Igel-Projekt, und wie Sie selber aktiv bei der Erforschung der Luzerner Igel mithelfen können, finden Sie auf der Infoseite zum Projekt.

13.04.2018

Das Projekt StadtWildTiere Chur wurde im April lanciert und widmet sich bereits dieses Jahr mit dem Projekt "Igel gesucht" ganz dem kleinen FussgÀnger.

Initiiert wurde das Projekt in Chur von Pro Natura GraubĂŒnden in Zusammenarbeit mit dem Tierheim und Tierhotel Arche, der Stadt Chur, dem Amt fĂŒr Natur und Umwelt des Kanton GraubĂŒnden, des WWF GraubĂŒnden und dem GraubĂŒndner Tierschutzverein.

26.03.2018


Feldhasen. Bild Sonja Portenier / wildenachbarn.ch

Dem Osterhasen begegnet man in der Osterzeit auf Schritt und Tritt. Doch wann haben Sie das letzte Mal einen Feldhasen beobachtet? Feldhasen-Begegnungen sind selten. Der Feldhase ist in der Schweiz gefĂ€hrdet und seine Bestandeszahlen sind gebietsweise rĂŒcklĂ€ufig.

Feldhasen melden fĂŒr den neuen SĂ€ugetieratlas

Im Rahmen der „Aktion Feldhase“ wird die Bevölkerung in der Schweiz und Liechtenstein aufgerufen, Feldhasen-Beobachtungen auf der Meldeplattform sĂ€ugetieratlas.wildenachbarn.ch zu melden. Die Meldungen fliessen in den neuen SĂ€ugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins ein, welcher zurzeit von der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr Wildtierbiologie SGW erarbeitet wird.

Doch der Feldhase ist auch zu Ostern nicht alleine unterwegs. Die zwei nÀchsten Verwandten des Feldhasen in der Schweiz sind der Schneehase, welcher meist oberhalb der Waldgrenze zu beobachten ist, und das Wildkaninchen, welches nur in vereinzelten, isolierten Populationen in der Schweiz vorkommt.

Feldhasen - Schneehasen - Wildkaninchen

Der Feldhase ist der grĂ¶ĂŸte Vertreter der Hasenartigen in der Schweiz. Er ist das ganze Jahr ĂŒber braun-grau gefĂ€rbt und nutzt vor allem offene LebensrĂ€ume mit GebĂŒsch und Hecken. Im Vergleich zum Feldhasen ist der Schneehase kleiner und von rundlicherer Gestalt. Besonders im weißen Winterpelz lĂ€sst er sich gut von seinem grĂ¶ĂŸeren Verwandten unterscheiden. Doch auch im grĂ€ulichen Sommerfell behĂ€lt der Schneehase einen weißen Schwanz. Der kleinste und seltenste Vertreter der Hasenartigen in der Schweiz ist das Wildkaninchen, die Wildform der Hauskaninchen. Es kommt nur in isolierten Populationen im Wallis und bei Basel vor.

Feldhasenförderung ist möglich

Die RĂŒckgang der Feldhasen hat eng mit der Intensivierung der Landwirtschaft zu tun. Lange war unklar, wie Feldhasen wirksam geschĂŒtzt und gefördert werden können. Im Basler Projekt „Hopp Hase“ wurden, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Massnahmen entwickelt, wie es gelingen kann, dass sich die FeldhasenbestĂ€nde wieder erholen können.

 

Buch zum Them: 

Darius Weber: Feldhasen fördern funktioniert! Schlussfolgerungen aus dem Projekt HOPP HASE in der Nordwestschweiz
ISBN: 978-3-258-08030-7, Haupt Verlag, Bristol-Schriftenreihe 53, 1. Auflage 2017, 124 Seiten. ErhÀltlich im Buchhandel.

 

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