Baumschläfer
Dryomys nitedula

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Baumschläfer sitzt im Moos und schaut in die Kamera
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Der Baumschläfer gehört zu den Schlafmäusen (oder auch Bilche genannt) und ist damit nahe verwandt mit dem Siebenschläfer oder der Haselmaus. Er lebt bevorzugt in strukturreichen Nadelmischwäldern mit einer dichten Strauchschicht. Bewegt sich vor allem in den Bäumen oder dem Unterholz. Verbringt den Winterschlaf in bodennahen Nestern. Territoriale Einzelgänger. Ernährt sich als Allesfresser von unterschiedlichster Nahrung, von Insekten, Tausendfüßlern bis zu Beeren und Früchten, Baumsamen, Knospen, Schnecken und Regenwürmern. Paarungszeit von Mai bis Juli. 

Erkennungsmerkmale

Graubrauner Rücken mit helleren Flanken. Bauchseite deutlich abgegrenzt, heller und cremefarben. Schwarzer Streifen als Gesichtsmaske von der Oberlippe um die Augen bis unter die kleinen, runden Ohren. Langer und dicker Schwanz mit einer hellgrau-weißen Unterseite und einem kleinen Pinsel aus verlängerten Haaren am Schwanzende.

Gehört zu
Masse

Kopf-Rumpf-Länge 7.7-11.5 cm, 
Schwanz 6.2-9.9 cm, Gewicht
15-40 g. 

Gefährdungsgrad

potentiell gefährdet

Aktivitätszeit

vorwiegend nachtaktiv, Winterschlaf von circa Oktober bis April in frostfreien, bodennahen Nestern.

Lebensraum

In Europa gilt der Baumschläfer grundsätzlich als Bewohner von Waldlebensräumen, wo er feucht-schattige Laubwälder mit dichtem Unterwuchs bevorzugt.

Beobachtungstipps

Ein breiter Fluss fliesst durch einen Wald im Unterengadin
Möglicher Lebensraum des Baumschläfers im Unterengadin
Nachtaktiver Einzelgänger
Text (ohne Titel) Aktionen an oder abschalten Nachtaktiver Einzelgänger Der Baumschläfer ist überwiegend nachtaktiv, im Frühjahr und bei gutem Nahrungsangebot im Herbst aber vermehrt auch am Tag aktiv. Ruhepausen im Nest wechseln sich mit der Nahrungssuche ab, wobei er sowohl selbstgebaute, freistehende Nester mit seitlichem Eingang nutzt, wie auch Höhlen und Vogelnester. Der Baumschläfer bewegt sich vorwiegend in Bäumen und im Unterholz, bei Gefahr flüchtet er spiralförmig die Baumstämme nach oben oder springt aus der Höhe ins Unterholz. Dabei gibt er bei Beunruhigung oder Gefahr lang gezogene, pfeifende, schnalzende oder knurrende Geräusche von sich. Als territorialer Einzelgänger hat der Baumschläfer eine Reviergröße von 1 – 4 Hektaren, wobei man männliche und weibliche Tiere nur selten, meist während der Fortpflanzungszeit, zusammen antrifft.

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